Schulausschuss berät über die Zukunft der Grundschulen in Radevormwald

Grundschulanmeldungen in Radevormwald : Erweiterung der KGS wird diskutiert

Neben einem Neubau wird nun auch eine andere Lösung für die Raumprobleme der Einrichtung gesucht.

Die Stadt Radevormwald will prüfen, ob die Raumprobleme der Katholischen Grundschule Lindenbaum doch durch eine Erweiterung vor Ort gelöst werden können. Das teilten Vertreter der Verwaltung gestern im Schulausschuss mit. „Wir sind in Gesprächen mit der Schulleitung“, erklärte Kämmerer Frank Nipken. Im nächsten Rat werde es voraussichtlich dazu ausführlichere Informationen geben.

Sollte es tatsächlich eine Erweiterung der Schule geben, wäre das eine überraschende Entwicklung, denn bislang waren die Verwaltung und der größte Teil der Politik davon ausgegangen, dass am jetzigen Standort eine Lösung kaum möglich ist. Die Stadt hatte in den vergangenen Monaten einen Neubau an der Blumenstraße favorisiert, überlegt wurde aber auch, die Grundschule im Schulzentrum an der Hermannstraße unterzubringen. Gegen die letztere Lösung hat sich allerdings Bürgermeister Johannes Mans bereits ausgesprochen: Durch eine so hohe Konzentration an einem Ort werde man der jeweiligen Individualität der Schulen nicht gerecht.

Annette Pizzato, die Fraktionsvorsitzende der FDP, begrüßte die Mitteilung der Verwaltung: „Es ist gut, dass über die Erweiterung am aktuellen Standort nachgedacht wird. Schließlich haben wir in die Katholische Grundschule auch schon viel Geld gesteckt.“

Thema im Ausschuss waren auch die aktuellen Anmeldezahlen an den Grundschulen. Die Verwaltung hatte sich in Abstimmung mit den Schulleitungen den Richtwert von maximal 25 Kindern pro Klasse gesetzt. „Alles darüber wird schwierig“, erklärte Britta Knorz vom Amt für Schule, Kultur und Sport.  Nach dem Stand vom 5. Februar sehen die Anmeldezahlen so aus: Für die GGS Stadt wurden 70 Schüler angemeldet (drei Eingangsklassen), für die KGS Lindenbaum 45 Schüler (zwei Eingangsklassen), für die Grundschule Bergerhof-Wupper am Standort Bergerhof (zwei Eingangsklassen) gab es 61 Anmeldungen, für den Standort in den Wupperorten waren es 30 Kinder (zwei Eingangsklassen). Die hohen Anmeldezahlen am Standort Bergerhof bedeuten, dass nicht alle Kinder dort aufgenommen werden können, weil die Gebäudekapazität nur eine Zweizügigkeit zulasse, so Britta Knorz. Der Vorschlag der Stadt, elf Schüler auf die anderen Schulen zu verteilen, wurde vom Ausschuss gebilligt, denn diese Kinder wohnen nicht im Einzugsbereich der Schule Bergerhof. So werde die Klassenstärke von 25 Kindern auch nicht überschritten.

Auf die Frage von Ausschussmitglied Axel Michalides, wie es denn mit den Kapazitäten der Grundschule Bergerhof stehe, wenn demnächst bei Karthausen ein neuer Stadtteil entstehe, stelle Frank Nipken in Aussicht, dass die Schule dann erweitert werden müsse.

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