Radevormwald: Schülerbeförderung wird wohl erst 2019 geändert

Radevormwald: Schülerbeförderung wird wohl erst 2019 geändert

Der Vertrag mit der OVAG zum Schuljahr 2019/2020 gekündigt werden. Europaweite Ausschreibung folgt.

Im November sind die nächsten Schritte zur Veränderung der Schülerbeförderung eingeleitet worden, berichtet Schulamtsleiter Jürgen Funke. Es sei ein detailliertes Leistungsverzeichnis erarbeitet worden, das in eine europaweite Ausschreibung münden könnte, sagte Funke den Mitgliedern des Schulausschusses. Dieses Leistungsverzeichnis wird in den kommenden Wochen vom Rechnungsprüfungsamt auf alle gültigen Regeln geprüft.

Ziel sei es, dass die Kinder zur Schule kommen, ihre Sicherheit gewährleistet ist und auch die Kosten im Blick bleiben. Vereinbart worden sei in dem Arbeitskreis, dass auch an die einzelnen Busfahrer gewisse Anforderungen gestellt werden. "Wir erwarten, dass die Busfahrer der deutschen Sprache mächtig sind, damit sie in und an den Bussen Absprachen mit den Kindern treffen können", sagte Funke.

Schon jetzt gebe es mit den oberbergischen Verkehrsbetrieben eine Abmachung, dass ab 2018 drei Busse aus der Vorhaltung für Sondereinsätze herausgenommen werden. Das soll dem städtischen Haushalt pro Jahr etwa 30.000 bis 50.000 Euro ersparen. Zu Verbesserungen führt, so berichtet Funke, schon jetzt eine bessere Absprache zwischen der Stadt und den Schulen: Es gibt einheitliche, bewegliche Freitage in Verbindung mit Feiertagen, so dass die Busse deshalb an weniger Tagen eingesetzt werden müssen.

Überlegt wird auch, wie die Schüler mittags besser in die Wupperorte gebracht werden können. Betroffen sind etwa 160 Schüler. Überlegt wird, ob sie demnächst auch mit der Linie 626 fahren können. Eventuell werden Zusatzbusse eingesetzt werden. Die SPD hat für die heutige Ratssitzung angekündigt, einen Antrag einbringen zu wollen, dass der Vertrag mit der OVAG unverzüglich gekündigt wird und schon danach eine europaweite Ausschreibung folgt.

Aufgrund möglicher Schwierigkeiten, dass es ohne Vertrag keinen Schülerspezialverkehr mehr geben könnte, empfahlen die Vertreter der Verwaltung, den Vertrag mit der OVAG erst zum Schuljahr 2019/2020 zu kündigen. Abgelehnt wurde ohne Abstimmung die Idee, Anteile der OVAG zu übernehmen, damit eine Ausschreibung des Schülerspezialverkehrs nicht nötig wird.

(RP)