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Radevormwald: Schnuppertag in der Realschule

Radevormwald : Schnuppertag in der Realschule

Viele Grundschüler kamen am Samstag mit ihren Eltern zum Tag der offenen Tür in die Realschule. Während die Eltern informiert wurden, konnten die Kinder im Unterricht mitmachen. Besonders beliebt war der Physikraum.

Noch schwimmen die kleinen bunten Holzfische munter im Parcour-Pool im Physikraum. Wer kann ahnen, dass es diesen jetzt bald schon an den Kragen geht? Darius betätigt einen winzigen Schalter am großen Bau-Stein-Ungetüm, und schon setzt sich dieses in Bewegung. Mit einer Schaufel angelt der bunte Roboter nach den Fischen. Und schwapp – alle gefangen. Der Pool ist leer, die Anspannung der Roboter-Arbeitsgemeinschaft der städtischen Realschule an der Hermannstraße ist gelöst.

Stolz führte das Roboter-Team am Samstag sein buntes Prachtstück Schülern der Grundschulen sowie deren Eltern vor. "Viertklässler aller Grundschulen sind zum Schnupperunterricht herzlich eingeladen", sagte Schulleiterin Regina Meyerhoff. Mit einem großen und sehr gut organisierten Lehrer-Team präsentierte sie stolz "ihre Schule". Kinder und Eltern bekamen viele "Besonderheiten" zu sehen. Das interessenorientierte Aussieben der Neulinge zeigte sich als ein Höhepunkt der Schulstruktur. Dabei werden Kinder gleich zu Beginn – ihren Fähigkeiten entsprechend – in verschiedenen Klassen zusammengeführt, die den leistungsbezogen optimalen Weg versprechen. "Wir brauchten bisher noch nie ein Losverfahren. Es hat immer gepasst. Die drei neuen Klassen bildeten sich ausgewogen", berichtete die Schulleiterin stolz.

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Am Samstagvormittag konnten sich die Eltern beim Tag der offenen Tür ein Bild von dem Schulsystem und den verschiedenen Angeboten machen. Während sie durch kleine Vorträge und Besichtigungen informiert wurden, schnupperten ihre Kinder bereits in den Englisch-, Mathe- oder Physikunterricht hinein. Musikeinlagen und Tanzdarbietungen sowie Sportspiele rundeten das breite Informationsangebot ab.

Interessiert schauten sich die Besucher vor allem die Ergebnisse der Roboter-AG an. Die Gruppe war mit ihrer Darbietung zufrieden. "Das klappt mal sehr gut, aber manchmal auch nicht. Die Technik will nicht immer so, wie es die Schüler wollen", sagte Lehrer Matthias Dahn und fügte an: "In der AG sind Informatik und Physik sehr gut miteinander kombiniert." Wie kommt man dazu, im Unterricht einen Roboter zu bauen? Mit kleinen bunten Lego-Steinen durfte die AG ganz offiziell während des Unterrichts "spielen". Die Schüler aus den Klassen 7 bis 9 bauten den Roboter, den sie gestern präsentierten. Mit dem technischen Wunderding sahnten die Schüler auch kräftig ab. Auf der Regionalebene des Wettbewerbs "First Lego League" gewann die AG den dritten Platz, in der Wertung "Roboter-Design" sogar Rang eins.

(RP)