Radevormwald: Schnelles Internet auch für Unternehmen

Radevormwald: Schnelles Internet auch für Unternehmen

Nachdem die meisten Bürger an der Wupper Breitband bekommen haben, geht es jetzt um die Firmen.

Die meisten Bürger an der Wupper sind mittlerweile ans schnelle Internet angeschlossen. "Mit 13 Grundstücken in Niederdahl sind die Arbeiten abgeschlossen", sagt Rainer Meskendahl, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Jetzt will sich die WFG um die Unternehmen in den Gewerbegebieten kümmern. Von dort kommen Klagen, dass schnelles Internet fehlt. Die Telekom ermittelt zurzeit, wie der aktuelle Stand bei der Breitbandversorgung ist.

Parallel dazu hat die WFG einen Fragebogen an 147 Firmen geschickt. "Wir wollen den Bedarf für schnelles Internet ermitteln und feststellen, wo es Probleme gibt", sagt Michael Langenau von der WFG. Ziel sei eine einheitliche Versorgung der Unternehmen mit schnellem Internet. Die zu erwartende Versorgungslücke müsste die WFG, ähnlich wie an der Wupper, schließen. Hierfür sollen Fördergelder bei Land, Bund und Europäischer Union beantragt werden. Bis 15. Oktober haben die Unternehmen Zeit, Wünsche zu äußern.

Bei der Bedarfserhebung geht es darum, ob es bereits schnelles Internet gibt, ob die tatsächliche Download-Geschwindigkeit gemessen wurde, welche Anbieter genutzt werden, ob die Firmen mit ihrem Anschluss zufrieden sind, ob sie wechseln würden, welchen monatlichen Betrag sie für einen Anschluss ausgeben würden, der ihre Anforderungen erfüllt und ob sie einen Investitionszuschuss leisten würden. Wenn Bestand und Bedarf ermittelt sind, will die WFG weitere Gespräche mit der Telekom führen. "Um an Fördergelder zu kommen, müssen wir das Marktversagen dokumentieren", sagt Meskendahl.

Die Telekom unterhält zurzeit einen großen Verteiler in der Innenstadt an der Lindenstraße, von dem aus die sieben Versorgungsstationen in den Gewerbegebieten versorgt werden. Sie stehen an der Westfalenstraße, Mermbacher Straße, Dahlienstraße und Kaiserstraße. Von dort werden die Signale weitergeleitet.

Eine Versorgungsstation kostet nach Angaben von Meskendahl 40 000 Euro. Gerade in den neuen Gewerbegebieten müsste eine solche Station errichtet werden – plus diverser weiterer Anschlüsse. Langenau berichtet, dass 5,4 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt oder vorhandenes Kupferkabel ersetzt werden müssten. Erdarbeiten seien nur in geringem Ausmaß zu erwarten.

Profitieren vom schnelleren Internet in den Gewerbegebieten könnten auch Außenortschaften wie Hahnenberg, Grafweg, Eich oder Rädereichen. Das werde im Zuge der Planungen jetzt untersucht, sagt Langenau.

Für die Dezember-Ratssitzung will Meskendahl einen Bericht zum Sachstand vorbereiten. "Dafür müssten die Antworten der Firmen bis 15. Oktober vorliegen, um zeitlich handeln zu können", sagt er. Vor Mitte 2014 werde aber nichts passieren.

(RP)
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