Radevormwald: Schneesturm - Betriebshof im Dauereinsatz

Radevormwald: Schneesturm - Betriebshof im Dauereinsatz

Der enorme Schneefall sorgte dafür, dass die Mitarbeiter des Betriebshofes im Dauereinsatz waren. "Wir tun unser Bestes, aber das ist schon heftig", sagte Leiter Norbert Petri gestern am frühen Nachmittag, nachdem es kurz vor Mittag wieder heftig anfing zu schneien - mit Sturmböen, die für enorme Verwehungen sorgten.

Bis Samstagabend hatte der Betriebshof die Lage gut im Griff und alle Straßen zumindest einmal geräumt. "Einige Nebenstraßen waren zwar nicht schwarz, aber doch befahrbar", sagte Petri. In der Nacht fielen weitere drei bis vier Zentimeter Schnee. Deshalb rückten die Kräfte gestern um 4.30 Uhr wieder raus und räumten bis 9 Uhr. Um 12 Uhr ging es wieder raus. "Und wir wissen nicht, wie es weitergeht", sagte Petri, der hoffte, dass der Schneefall im Verlauf des Nachmittags aufhören sollte. "Dann werden wir die Nebenstraßen wieder räumen, damit wir im Berufsverkehr Montagmorgen keine Probleme bekommen", sagte er. Glücklicherweise kam es nur zu kleineren Zwischenfällen: Das 18-Tonnen-Räumfahrzeug kam in Plumbeck von der Fahrbahn ab und drohte abzurutschen. Landwirte hievten das Gefährt wieder auf die Fahrbahn. "Vorbildliche Hilfe", lobte Petri. Der Unimog rutschte bei einem Einsatz in einen Graben, konnte aber schnell wieder flott gemacht werden.

Von einem bis gestern Mittag entspannten Wochenende berichtete Markus Schnadt, Einsatzleiter vom Dienst bei der Feuerwehr. Vier Bäume hielten der Last des Schnees nicht stand und stürzten um, zwei davon an der Grünentaler Straße, die bis gestern gesperrt blieb. Die anderen Bäume stürzten an der Albert-Osenberg-Straße und in Heidersteg um. Ein Autofahrer fuhr eine Böschung an der Uelfe-Wuppertal-Straße hinunter. Ein Rettungsfahrzeug blieb im Schnee in Heidersteg stecken.

(rue)