Radevormwald: Schlossmacher-Umbau nach Ostern

Radevormwald : Schlossmacher-Umbau nach Ostern

Der Stadtrat hat am Dienstag den Auftrag an das Unternehmen vergeben, das auch für den Umbau des Marktplatzes verantwortlich war. Die Kosten lagen dabei um etwa 50 000 Euro über der ursprünglich veranschlagten Bausumme.

Die Arbeiten zum Umbau des Schlossmacherplatzes können in den nächsten Wochen beginnen. "Ohne weitere Diskussion hat der Stadtrat am Dienstag im nichtöffentlichen Teil die Arbeitsaufträge vergeben", sagte gestern Bürgermeister Dr. Josef Korsten auf Anfrage der BM. Ulrich Dippel, Fachbereichsleiter Tiefbau, der auch diese Arbeiten mit seinem Team begleiten wird, schätzt, dass die eigentlichen Tiefbauarbeiten nach Ostern beginnen.

"Vielleicht beginnt das Unternehmen aber mit den vorbereitenden Arbeiten schon vor Ostern und startet mit dem Baubeginn direkt nach den Feiertagen", sagt Dippel. Meistens dauere es drei bis vier Wochen bis zum Baubeginn. Auch, weil das Unternehmen die Materialien erst nach der Auftragsvergabe bestellen kann.

"Wir werden jetzt den Kontakt zu dem Unternehmen aufnehmen, das sich im Vergabeverfahren durchgesetzt hat", sagt der Fachbereichsleiter. Es handelt sich um das Unternehmen Schulte Nachfolger Tiefbau aus Wipperfürth, das auch die erste Bauphase, den Umbau des Marktplatzes, vor drei Jahren umgesetzt hat. "Wir kennen damit das Unternehmen, und das Unternehmen kennt die Radevormwalder Befindlichkeiten", sagt Dippel. Nach der Regelung der Formalitäten mit dem Auftragnehmer soll Anfang März über den Bauzeitenplan gesprochen werden.

Dabei wird auch zum Thema, an welcher Stelle die Arbeiten auf der großen Fläche beginnen werden, ob am Schlossmacherplatz oder an der Poststraße. Parallel dazu wird mit den Anliegern gesprochen. "Ob in Einzelgesprächen oder bei einer gemeinsamen Versammlung, das werden wir noch entscheiden", sagt Dippel. Es gebe bei den Anliegern wegen der beginnenden Schönwetterperiode unterschiedliche Interessenlagen. Versuchen wolle man natürlich, einige zu berücksichtigen, wenn sich dies mit dem Bauzeitenplan in Einklang bringen lässt, sagt Dippel.

Vergeben worden ist der Auftrag mit einer Summe von etwa 50 000 Euro über den ursprünglich geplanten Kosten. "Dieses Geld wird im Gesamtprojekt Innenstadt-Umbau eingespart und nicht bei einzelnen Baumaßnahmen", sagt Dippel. 2014 hatte das günstigste Ergebnis der Ausschreibung noch 180 000 Euro über den veranschlagten Kosten von 680 000 Euro gelegen. Der Stadtrat hatte die Ausschreibung damals wegen zu hoher Kosten zurückgezogen und im November ein neues Ausschreibungsverfahren eröffnet.

Konkret wird es auch für den Neubau Kreisel Hohenfuhrstraße. Dort soll es im Einmündungsbereich Kaiser- und Ülfestraße einen Kreisverkehrsplatz geben. "Unser Ziel ist es, auf Basis der Entwurfsplanung in einer der nächsten beiden Bauausschuss-Sitzungten die Ausschreibung für eine Ausführungsplanung zu vergeben", sagt Dippel. Im Herbst könnten dann Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten für einen Baubeginn in 2016 folgen. Den Beginn der Bautätigkeit wolle man mit der Politik absprechen. Der könnte zum Beispiel nach dem großen Stadtfest zum 700-jährigen Bestehen der Stadt Mitte Mai liegen.

(RP)