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Sana-Krankenhaus in Radevormwald kehrt langsam zur Normalität zurück

Krankenhaus in Radevormwald : Sana Krankenhaus kehrt zurück zur Normalität

Geschäftsführer Bernd Siegmund schaut auf die jüngsten Wochen der Corona-Krise zurück. Weiterhin sind Besucher angehalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Abstandsregelungen, Händedesinfektion und das Tragen von Schutzausrüstung gewährleisten eine erhöhte Patientensicherheit.

Die Landesregierung NRW hat zu Monatsbeginn auf Anraten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erste Maßnahmenpläne zur Öffnung der stationären Versorgung in Kliniken veröffentlicht. Auch die Verantwortlichen im Sana Krankenhaus Radevormwald begrüßen das. „Die Wiederaufnahme planbarer Behandlungen ist natürlich sehr im Sinne der Patientinnen und Patienten und die Signale von Bund und Land decken sich nicht zuletzt auch mit den Forderungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft“, sagt Geschäftsführer Bernd Siegmund.

Durch veränderte interne Strukturen, unter anderem mit der Einrichtung eines Sonderbereichs für Covid-19-Infizierte und -Verdachtsfälle sowie Vorhaltung von Intensiv- und Beatmungsplätzen, mussten sich auch große Teile des Personals innerhalb kürzester Zeit auf neue Aufgaben einstellen. Das Verhängen des Besuchsverbots durch den Oberbergischen Kreis stellte alle vor weitere Herausforderungen.

„Insgesamt haben wir für diese Maßnahme ein hohes Maß an Verständnis verspürt. Auch das vor Wochen bereits eingeführte verpflichtende Tragen eines Mund-Nase-Schutzes erfuhr bei uns im Haus eine hohe Akzeptanz“, erklärt Siegmund. Täglich musste die Lage neu bewertet, Maßnahmen angepasst und mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. „Wir sind formal natürlich immer auf mögliche Krisensituationen und die damit verbundene Einrichtung von Führungs- und Entscheidungsstrukturen vorbereitet, aber die Corona-Krise war und ist etwas ganz Besonderes, das noch niemand von uns erlebt hat.“

Um das komplette medizinische und pflegerische Angebot im Sana Krankenhaus Radevormwald wieder zur Verfügung zu stellen, waren noch einige organisatorische Maßnahmen notwendig. Schließlich war ein wesentlicher Teil des Systems in den vergangenen Wochen auf die Behandlung von Corona- und Notfallpatienten fokussiert. „Wir haben sehr viel dafür getan, dass wir so schnell wie möglich wieder für alle Patienten da sind“, äußert sich Bernd Siegmund. So findet beispielsweise vor jeder stationären Aufnahme eine besondere Risikoeinschätzung statt. Patienten, bei denen der Verdacht einer Covid-19-Infektion bestehen könnte, werden zur Abklärung natürlich weiterhin in einem eigens dafür vorgesehenen Bereich untergebracht.

Alle, die das Krankenhaus betreten, sind angehalten, Mund-Nase-Schutz zu tragen. Abstandsregelungen, Händedesinfektion und das Tragen von Schutzausrüstung gewährleisten eine erhöhte Patientensicherheit. „Wir hatten bei uns im Haus jederzeit ausreichende Schutzmaterialien vorrätig. Es sind sogar Firmen aus dem Ort auf uns zugekommen, die uns Schutzmasken gespendet haben. Solch eine Hilfsbereitschaft ist wirklich toll“, erklärt Siegmund.

(s-g)