Radevormwald: "Runder Tisch gegen Rechts" geht mehr auf die Jugend zu

Radevormwald: "Runder Tisch gegen Rechts" geht mehr auf die Jugend zu

Mit einer neuen Ausrichtung geht der Verein "Runder Tisch gegen Rechts - für Demokratie und Freiheit" ins Geschäftsjahr. Wie der Vorsitzende Armin Barg berichtet, seien 2016 einige Veranstaltungen nicht so angenommen wurden, wie man sich das vorgestellt hatte.

Insbesondere die geplanten Exkursionen zur "Ordensburg Vogelsang und zum NS-Dokumentationszentrum in Köln hätten kaum Resonanz gefunden. Zudem fiel das Sommerfest wettertechnisch ins Wasser. "Am Wetter können wir nicht schrauben, aus den anderen Erfahrungen haben wir gelernt. Das Programm 2017 wird sicher mehr Zuspruch finden", kündigte Barg an.

Mehrheitlich habe sich der Verein nach sehr kontroverser Diskussion dazu entschlossen, künftig einen anderen Weg zu gehen. "Nur mit der Vergangenheit und den Ereignissen ab 1933 zu winken, reicht heute nicht mehr aus. Wir dürfen die Vergangenheit nie vergessen, müssen die jungen Menschen aber anders ansprechen", sagt Barg. Künftig soll das verstärkt über Schulen und Vereine geschehen. "Gerade Schüler ab zwölf Jahren werden nicht selten von Rechtsextremen auf Schulhöfen angesprochen. Die wissen also, was Sache ist", sagt Barg. Allerdings seien einige Schulen sehr zurückhaltend, wenn es um eine Zusammenarbeit mit dem "Runden Tisch" gehe. Nur die Hauptschule pflege einen intensiven Kontakt. Dabei bekomme man die Jugend heutzutage am besten mit Musik, Spiel und Sport bewegt und könne die wichtigen Botschaften transportieren.

"Nachdem wir Tuspo Dahlhausen beim 'Flagge zeigen gegen Rechts' während eines Trainingslagers begleitet haben, werden wir am 5. Mai den Kinder- und Jugendring bei 'Jugend wählt demokratisch' im Bürgerhaus unterstützen", sagt Barg. Am Mittwoch, 24. Mai, 17 Uhr, bietet der "Runde Tisch" mit dem Theaterspiel Witten das Stück "Hin- und Wegsehen" im Bürgerhaus an. Außerdem ist für den 2. September eine Musik- und Kabarettveranstaltung auf dem Markt geplant.

Bei den Neuwahlen wurde Armin Barg als Vorsitzender des "Runden Tischs" bestätigt. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Monika Zierden. Yannick Pauly ist Kassierer, der frühere Beisitzer Franz Kerp Schriftführer. Beisitzer sind Daniel Grothe und neu Gülsel Öztürk-Flügel. Weiterer Beisitzer ist Detlef Förster. Auf eigenen Wunsch schieden Sandra Viebach und Hasan Uzunboy aus.

(RP)