Radevormwald: RUN plant "Tag der Praxis"

Radevormwald : RUN plant "Tag der Praxis"

Die Suche nach einer Lehrstelle, einem Praktikum oder einem Arbeitsplatz, aber auch aus Unternehmersicht die Suche nach Fachkräften stehen am 27. Oktober eines Tages der Praxis mit dem Unternehmernetzwerk RUN.

Junge, qualifizierte Schulabsolventen in der Stadt zu halten und sie mit Radevormwalder Unternehmen in Kontakt zu bringen. Das ist eine Idee, die der Arbeitskreis des Rader Unternehmernetzwerks RUN mit Dr. Britta Spitzbart, Klaus Lüttgenau und Michael Scholz gestern vorstellte. Eine große Rolle spielt dabei auch der schon vorhandene oder zu erwartende Fachkräftemangel.

Angeboten wird Arbeitnehmern, die in der Region arbeiten, mit den beteiligten Unternehmen ins Gespräch zu kommen. "Wir fahren zweigleisig", sagte Britta Spitzbart, "Unternehmen gehen auf die Radevormwalder zu und die Bürger gehen auf die beteiligten Unternehmen zu." Wer zum Beispiel als Zerspanungsmachaniker in Remscheid arbeitet, kann auf diesem Weg vielleicht in seiner Wohnstadt Radevormwald eine neue Stelle finden.

Für Schüler ab Klasse sieben

Angeschrieben worden sind die etwa 170 Teilnehmer von RUN. Gewerbetreibende, die noch nicht beteiligt sind, können sich beim Arbeitskreis melden. "Wichtig ist auch, dass sich die weiterführenden Schulen an unserer Aktion aktiv beteiligen und uns mit Informationen an die Schüler unterstützen", sagte Michael Scholz über die bisher einmalige Aktion.

Da RUN ehrenamtlich tätig ist, wird überlegt, für das Projekt noch eine externe Kraft zu verpflichten und die Kosten auf die Teilnehmer umzulegen. "Ansprechen wollen wir alle Schüler ab Klasse sieben", sagte Klaus Lüttgenau, weil spätestens für die Klasse acht Praktika-Plätze gesucht werden müssen. Dabei sollten sich Schüler und Eltern gemeinsam auf den Weg machen und sich über Berufe und Stellen informieren. Kurz vor dem 27. Oktober wird RUN einen Wegweiser erstellen, an dem sich die Gäste orientieren können, um die für die interessanten Stellen zu finden.

Der zentrale Ort in der Stadt soll nach Eingang der teilnehmenden Unternehmen bestimmt werden. "Für Industrieunternehmen kann es interessant sein, den Betrieb vorzustellen, für einen Handwerker ist wahrscheinlich interessanter, an unserer Zentralstelle mit jungen Leuten in Kontakt zu kommen", wirbt Scholz für RUN um möglichst viele beteiligte Unternehmen und ergänzt, "sie müsse in Rade ansässig sein."

(RP/rl)
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