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Reformierte Kirchengemeinde Radevormwald feiert Konfirmation

Kirche in Radevormwald : Reformierte Kirchengemeinde feiert Konfirmation

Auf vier Gruppen verteilt werden die Jugendlichen am Sonntag konfirmiert. Jeweils bis zu 15 Personen dürfen in der Kirche mit dabei sein, um die Corona-Sicherheitsregeln zu gewährleisten.

Die Konfirmanden der reformierten Kirchengemeinde fiebern seit Mai auf das kommende Wochenende hin. Weil ihre Konfirmation wegen der Corona-Krise verschoben werden musste, feiern die Mädchen und Jungen am Sonntag in vier Kleingruppen Konfirmation.

Pfarrer Dieter Jeschke hält einen Gottesdienst um 9.30 Uhr, einen zweiten um 11 Uhr sowie einen Gottesdienst um 14 und um 15.30 Uhr. „Wir haben die 18 Konfirmanden in Gruppen eingeteilt und sie dürfen bis zu 15 Personen mit in die Kirche bringen. Ich habe vorab alle Kontakte bekommen, um die Sitzpläne zu erstellen“, sagt Dieter Jeschke. Ihm war bei der Organisation Transparenz und Planungssicherheit wichtig. „Die Familien konnten sich auf das Datum vorbereiten. An einer Konfirmation hängt viel Organisation.“ In den vergangenen Jahren wurden die Konfirmationen der reformierten Gemeinde stets von einer Band oder einem besonderen Rahmenprogramm begleitet. In diesem Jahr sieht das anders aus. „Wir haben keine Band gebucht und verzichten auch auf den feierlichen Ein- und Auszug. Das ist natürlich schade, aber auch in diesem Jahr werden die Konfirmationen ein festlicher Akt. Das Bekenntnis, den Psalm 23, sprechen die Konfirmanden vor der Gemeinde mit genug Abstand.“ Pfarrer Jeschke möchte seine Konfirmanden trotz aller Schwierigkeiten würdig segnen und ihnen einen besonderen Tag ermöglichen, auf den sie lange zurückblicken werden. Nicht nur die Konfirmation selber, sondern auch die Zeit danach ist von der Corona-Krise geprägt. „Eine Konfirmation ist auch ein Punkt an dem die Gemeinde versucht die jungen Menschen mit in das Gemeindeleben zu integrieren und den Kontakt zu ihnen nicht zu verlieren. Das ist in diesem Jahr deutlich schwieriger“, sagt der Pfarrer. Ihm ist es trotzdem gelungen einige junge Männer für die Kochgruppe der Gemeinde zu begeistern. Im Winter will Dieter Jeschke mit der Veranstaltungsreihe „Fenster im Advent“ den Kontakt zu den Jugendlichen halten. Außerdem ist ein Nachtreffen zu der Konfirmation in Planung, an dem sich alle wiedersehen werden und die Erlebnisse ihrer Konfirmationsfeiern miteinander teilen können.

Die Beziehungsarbeit will Pfarrer Jeschke so gut wie möglich aufrechterhalten, auch wenn die anhaltende Pandemie diese Arbeit erschwert. Eine neue Konfirmandengruppe gründet die reformierte Gemeinde in diesem Jahr nicht mehr. „Wir haben zusammen mit den Eltern entschieden, dass wir erst 2021, dann hoffentlich mit einer großen Gruppe, starten.“

Da die reformierte Kirche am Marktplatz am Sonntag von den Familien der Konfirmanden belegt ist, sind alle weiteren Gemeindeglieder eingeladen am Sonntag, 10 Uhr, Gottesdienst in der lutherischen Kirche an der Burgstraße zu feiern.