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Radevormwald: Realschulen und Sparkasse kooperieren

Radevormwald : Realschulen und Sparkasse kooperieren

In einer Feierstunde haben gestern Mittag die beiden städtischen Realschulen Radevormwald und Hückeswagen ihre seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Sparkasse Rade-Hückeswagen als Lernpartnerschaft schriftlich fixiert.

Die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen ist offizieller Lernpartner der städtischen Realschulen Radevormwald und Hückeswagen. In einer Feierstunde besiegelten die drei Partner die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit. "Wir wollen unsere Kooperation manifestieren und schriftlich festlegen, was wir gemeinsam tun", sagte die Leiterin der Hückeswagener Realschule, Christiane Klur.

Die Zusammenarbeit von Schulen und Firmen im Projekt "Kooperation Unternehmen der Region und Schulen" (KURS) will die Wirtschaft in die Schulen bringen und die Schulen in die Wirtschaft. "Die engen Beziehungen zwischen den Realschulen und der Sparkasse werden mit diesem Vertrag besiegelt. Wir freuen uns, das bereits Erreichte als Lernpartnerschaft zu institutionalisieren und Ausbaumöglichkeiten zu schaffen", sagte Regina Meyerhoff, Leiterin der Radevormwalder Realschule.

Michael Kühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, betonte, dass es offizieller Auftrag der Sparkasse sei, junge Menschen frühzeitig mit Finanzdienstleistungen vertraut zu machen und die finanzielle Allgemeinbildung und das eigenverantwortliche Handeln mit Geld zu fördern. "Wir als Sparkasse profitieren von der Lernpartnerschaft durch einen verbesserten Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern", sagte er.

Mit Leben gefüllt wird die Partnerschaft von den Schülern beider Schulen sowie von Michael Scholz und Dietmar Gasde von der Sparkasse. "Sie wollen das wertvolle Miteinander verlässlich in der Zukunft fortsetzen", sagte Kühl. Er verwies auf den drohenden Fachkräftemangel, für Unternehmer entstehe ein verstärkter Wettbewerb um gute Schüler.

Die Schulleiterinnen schilderten in einer von Schülern des Informatikkurses der Realschule Rade erstellen Präsentation, was die Kooperation ausmacht und was bereits gemeinsam getan wurde: Prämierung von sehr guten Schulnoten, Teilnahme am Planspiel Börse, Sparkassen-Besichtigungen, Unterstützung für die Hückeswagener Schülerzeitung "realtimes", finanzielle Hilfe für das Jahrbuch der Rader Realschule, Unterstützung der Hückeswagener Schülerfirma "My shop", Anschaffung von Materialien und Mappen für Praktika, Vermittlung von Praktikumsplätzen sowie finanzielle Unterstützung bei der Gestaltung des Schulhofs in Rade, des Spielhofs in Hückeswagen und Hilfe beim Kauf von Instrumenten für die Pop-Musikklasse in Rade.

Künftig wollen sich die Schulen dem Thema Taschengeld widmen. "Das Papier, das wir heute unterschreiben, ist aber nur dann effektiv, wenn es die Menschen lebendig machen. Das menschliche Miteinander prägt die Kooperation und diese Lernpartnerschaft", sagte Christiane Klur.

Der stellvertretende Landrat Prof. Dr. Friedrich Wilke animierte die Schüler dazu, ohne Angst ins Berufsleben einzusteigen und die Arbeitswelt kennenzulernen. "Macht Euch gemeinsam auf den Weg und weckt das gegenseitige Verständnis", sagte er.

Horst Enneper, stellvertretender Bürgermeister aus Rade, betonte, dass die Verzahnung von Wirtschaft und Schule immer wichtiger wird. "Die Schüler müssen wissen, was sie im Berufsleben erwartet", sagte er. Der Kampf um die Auszubildenden werde künftig immer härter.

Wilfried Hager, stellvertretender Bürgermeister aus Hückeswagen, erinnerte daran, wie erfolgreich die Lernpartnerschaften in Oberberg sind. Mittlerweile gebe es bereits mehr als 70 solcher Kooperationen.

(RP/rl)