Radevormwald: "RaSiMuTa": Gesang und Gemeinschaft

Radevormwald: "RaSiMuTa": Gesang und Gemeinschaft

Ab heute proben 70 Jugendliche im Rahmen der "Radevormwalder Sing- und Musiziertage" wieder Lieder und Stücke für das große Konzert, das am Pfingstmontag um 17 Uhr in der Martini-Kirche stattfinden wird.

Seit Jahrhunderten ist von den "singenden, klingenden Bergen" die Rede, und engagierte Menschen sorgen auch in Radevormwald dafür, dass dies nicht zum leeren Klischee verkommt. Heute beginnen in der Bergstadt wieder die "Radevormwalder Sing- und Musiziertage", kurz "RaSiMuTa" genannt, organisiert von der Martini-Gemeinde. Das Motto in diesem Jahr lautet "Response", zu deutsch "Antwort". Dazu erklärt Pfarrer Florian Reinecke: "Pfingsten vor knapp 2000 Jahren haben so viele Menschen auf einmal eine Response Gottes der besonderen Art erlebt. Ein emotionales Hin und Her werden sie in der Folge erlebt haben zwischen Fragen und Antworten, Glück und Bedrängung, Freiheit und Verfolgung." Mit viel Inspiration werden auch die rund 70 Jugendlichen an die Sache gehen, die ab heute Lieder und Instrumentalstücke für das Jugendchorkonzert proben, das dann am Pfingstmontag, 21. Mai, um 17 Uhr in der Martini-Kirche aufgeführt wird. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte.

Der Jugendchor wird wieder geleitet von Steffi Buyken und Bene Hölker, einem Lehrerehepaar aus Köln, das sich seit Jahren für dieses Projekt engagiert. Mit dabei sein wird auch Jugendpastor Hinrich Schorling aus Witten. Gemeinsam mit Gemeindepastor Florian Reinecke wird er für die geistliche Begleitung der Chormitglieder sorgen und auch die Pfingstpredigt halten.

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Den Anstoß für die "RaSiMuTa" hatte einst Pfarrer Johannes Dress gegeben, der 1996 nach Radevormwald gekommen war. Dress brachte diese Idee sozusagen im Umzugswagen mit. Er hatte das Konzept im Jahr 1990 in Homberg/Efze ins Leben gerufen, damals als Hauptjugendpfarrer. Seine Erfahrungen waren so gut, dass er auch an seiner neuen Wirkungsstätte einen Versuch machen wollte - und der zündete sofort.

Bis zum Beginn seines Ruhestandes im vergangenen Oktober hatte er sich um dieses Projekt gekümmert. "Ich hätte nie damit gerechnet, dass sich meine Idee zu so einer Tradition entwickelt und jährlich Jugendliche aus ganz Deutschland zusammenbringt", sagte Dress unserer Redaktion anlässlich der Musiktage im vergangenen Jahr. Und er würdigte das Ehepaar Buyken-Hölker und deren Einfluss auf die Qualität und das Repertoire. Natürlich geht es bei den Sing- und Musiziertagen nicht nur um die Musik und den Gesang, sondern auch um das Gemeinschaftserlebnis. Das alles will organisiert werden. "Wie in den Jahren zuvor steht ein über 20-köpfiges Küchen- und Helferteam aus der Martini-Gemeinde bereit, um die insgesamt über 90 Teilnehmenden einschließlich der Musiker und Betreuer vier Tage zu verköstigen", teilt Pfarrer Florian Reinecke mit.

(s-g)
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