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Radevormwalds Bürgermeister Mans am Notfalltelefon

Kinder- und Jugendtreff „life“ auf der Brede : Der Bürgermeister am Notfalltelefon

Die Sorgen und Wünsche der Menschen in den Wupperorten sind vielfältig.

Das Notfalltelefon des Jugendtreffs „Life“ auf der Brede ist von Montag bis Freitag für die Bewohner der Wupperorte geöffnet. Die Mitarbeiter nehmen Einkaufswünsche entgegen, bieten Beratung für Familien und Jugendliche an und haben ein offenes Ohr für Sorgen während der Corona-Krise. Am Donnerstag antwortete aber nicht Leiter Jochen Pries am Telefon, sondern Bürgermeister Johannes Mans. Er saß ab 12 Uhr im Büro auf der Brede und nahm wenige Minuten später das erste Telefonat entgegen. „Ich will heute selber erleben, mit welchen Sorgen und Wünschen die Radevormwalder hier anrufen und natürlich weiterhelfen“, sagte der Bürgermeister.

Viele Bewohner der Wupperorte melden sich seit Beginn der Corona-Krise, um den Einkaufsservice in Anspruch zu nehmen, der von den Mitarbeitern eingerichtet wurde. So wollte auch der erste Gesprächspartner von Johannes Mans die Hilfe für den wöchentlichen Einkauf nutzen. „Wir leiten die Adressen an unsere Helfer weiter, die unterwegs sind und Einkäufe erledigen. Sie holen das Geld und die Einkaufsliste bei den Menschen ab, gehen dann einkaufen und liefern die Lebensmittel kontaktlos“, sagte Pries.

Dass Bürgermeister Mans diese Aufträge am Donnerstag persönlich entgegennahm, überraschte alle Anrufer positiv. Gesprächsbedarf gab es auch zu den Sicherheitsmaßnahmen, die von der Stadt im Zuge der Krise getroffen wurden. Der Bürgermeister nahm sich Zeit, um die Maßnahmen zu erklären. Einige Minuten später klingelte das Sorgentelefon erneut und wieder mit einer Bitte um eine Einkaufshilfe. „Dieser Service wird sehr gut genutzt und das nicht nur von Senioren. Auch junge Menschen mit Vorerkrankungen rufen bei uns an“, sagte Jochen Pries.

Oft musste Mans auch die Frage beantworten, wann der Jugendtreff auf der Brede endlich wieder öffnet. „Nicht nur die Jugendlichen sehnen sich nach einer Abwechslung und wollen zurück in den Jugendtreff, auch die Eltern brauchen diese Entlastung und warten auf die Öffnung der Einrichtung“, sagte Mans. Grünes Licht konnte er den Anrufern aber noch nicht geben, denn wann Jugendtreffs wie das „Life“ wieder öffnen dürfen, steht noch nicht fest.

Nicht nur das Sorgentelefon auf der Brede ist stark frequentiert, auch die anderen Hotlines der Stadt werden von Bürgern angenommen. Die Sorgen, mit denen sich die Anrufer im Rathaus melden, sind vielfältig. „Einige brauchen Beratung für ihre Familie, andere ärgern sich darüber, dass überall Toilettenpapier ausverkauft ist, und einige Senioren melden sich bei uns, weil sie es vermissen, in ihre Tagespflege zu gehen. Die Corona-Krise sorgt viele Menschen“, sagt Mans.

Kontakt Sorgentelefon, Tel. 02191 5929540, Montag bis Freitag,10 bis 15 Uhr.

(trei)