Radevormwalder THG-Gymnasium informiert über das Leben von Theoder Heuss

Radevormwald: Schüler entdecken Theodor Heuss

Das THG zeigt bis zum 13. Dezember eine umfangreiche Ausstellung über Theodor Heuss und seine Frau Elly Heuss-Knapp.

Das Leben und Wirken von Theodor Heuss war umfangreich und genau das bildet die Ausstellung, die seit Montag in der Mediothek des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) zu sehen ist, ab. Auf vielen Schautafeln und mit einigen interaktiven Elementen können die Gymnasiasten, andere Schülergruppen und private Besucher alle wichtigen Informationen über die Lebensphasen des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschlands entdecken.

Yannick Maiwald, Tom Hotten und Daniel Kalteis waren gestern mit ihren Klassenkameraden in der Ausstellung und orientierten sich bei dem Rundgang an den Fragen, die ihnen ihrer Lehrerin Kristina Bickenbach vorab gestellt hat. „Die Ausstellung ist sehr komplex und spricht unterschiedliche Themenbereiche an. Ich habe meinen Schülern mit den Fragen einen Rahmen gegeben, damit sie wissen, welche Informationen für unsere Unterrichtsreihe wichtig sind“, sagt die Lehrerin. Sie unterrichtet die Schüler der zehnten Jahrgangsstufe in dem Wahlfach Sozialwissenschaften und beschäftigt sich zusammen mit ihnen zur Zeit mit der Bildung und dem Aufbau der Bundesrepublik. Dabei ist Theodor Heuss eine zentrale Figur.

„Anhand der Schautafeln und den Bildern können wir erfahren, wie und mit wem Theodor Heuss gelebt hat, wie sein Privatleben aussah und wie er zu einem bedeutenden Politiker geworden ist“, sagt der 15-jährige Tom. Von seinem Elternhaus, über seine Ausbildung zur Zeit des Kaiserreiches bis hin zu seinem Amt als Bundespräsidenten ab 1949 lässt die Ausstellung kein Detail aus. Neben den Text- und Bildelementen, können sich die Besucher in der Mediothek auf Reden des Demokraten anhören, seine Briefmarken entdecken und sich das Bundesverdienstkreuz ansehen, das er verliehen bekam.

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Wie viel Einfluss seine Frau Elly Heuss-Knapp auf die deutsche Demokratie hatte, macht die Ausstellung auch deutlich. Die erste First Lady Deutschlands hat moderne Radiowerbung produziert, sich für Frauenrechte stark gemacht sowie die Politik ihres Mannes unterstützt.

Kristina Bickenbach schätzt die Vielseitigkeit der Informationen, die von dem Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Verfügung gestellt wurden. „Die Ausstellung kann von allen Schülern, von der fünften Klasse bis zur Oberstufe besucht werden. Mit Fragen oder Anforderungen kann man die Mädchen und Jungen leiten und ihnen die Informationen nahebringen, die ihrem Alter entsprechen“, sagt die Lehrerin.

Die Theodor-Heuss-Ausstellung ist an den Schultagen von 9 bis 15 Uhr und an Sonntagen von 12 bis 15 Uhr geöffnet. Die Mediothek steht zu diesen Zeiten unter Aufsicht offen und steht nicht nur Schülern des THG, sondern auch anderen Schulen oder privaten Besuchern zur Verfügung. Die Ausstellung bleibt bis zum 13. Dezember in Radevormwald.

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