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Radevormwalder Sternsinger bringen den Segen auf Abstand

Katholische Kirchengemeinde St. Marien und Josef in Radevormwald : Sternsinger bringen den Segen auf Abstand

Die Heiligen Drei Könige besuchten für die Kirchengemeinde in Radevormwald mehr als 340 Haushalte und Senioreneinrichtungen – das alles klappte mit einem entsprechenden Hygienekonzept.

Für Benedikt und Leona war die Sternsingeraktion in diesem Januar eine Premiere. Mit sieben Jahren sind die beiden Schüler zum ersten Mal im Team der Heiligen Drei Könige unterwegs gewesen. „Ich stelle Caspar dar und habe ein paar Lieder geübt“, sagt Benedikt. Vor dem Johanniter-Altenheim konnte er zum ersten Mal zeigen, was er geübt hat, denn nach dem Aussendungsgottesdienst am Donnerstagnachmittag besuchten die ersten Heiligen Drei Könige die Senioren der Stadt.

Besuch bekamen nicht nur die Bewohner des Johanniter-Altenheims, sondern auch die des Seniorenhauses an der Uelfestraße und die des Betreuten Wohnens an der Kaiserstraße und der Elberfelder Straße. Begleitet wurden Benedikt und Leona am Donnerstag von Charlotta. Sie hat erste Erfahrungen als Sternsingerin im Jahr 2020 gesammelt. Damals konnte die Aktion noch ohne Einschränkungen stattfinden, denn das Corona-Virus hatte Deutschland noch nicht ereilt. Ein Jahr später konnten die Segen nur an die Haushalte verschickt werden. Die Sternsinger durften 2021 wegen der Corona-Pandemie nicht persönlich von Tür zu Tür ziehen.

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In diesem Jahr wurde der Segen auf Abstand verteilt. Caspar, Melchior und Balthasar mussten Masken tragen und durften nicht an den Krippen in den Wohnzimmern in Radevormwald singen, wie es vor der Pandemie Tradition war. Die Seniorenhäuser nahmen die Segen am Donnerstag durch geöffnete Fenster entgegen. Im Johanniter-Altenheim wurde das Fenster am Speisesaal geöffnet – und auch die Besucher der Tagespflege öffneten Türen und Fenster, um den Besuch auf Abstand zu empfangen. Benedikt, Leona und Charlotta wurden von ihren Begleitern und Diakon Burkhard Wittwer beim Singen und Spendensammeln unterstützt.

Waltraud Martin hatte mit ihrer Enkelin Charlotta einige Lieder geübt und sie auf die Sternsingeraktion vorbereitet. „Ich finde es einfach schön, wenn Kinder den Segen an die Haustür bringen und singen. Besonders in dieser Zeit spendet die Aktion Hoffnung und Trost. Die Bewohner von Seniorenhäusern freuen sich sehr über die Sternsinger.“ Am Samstag waren 70 Sternsinger in Radevormwald unterwegs. 18 Gruppen zogen durch die Nachbarschaften von Radevormwald, und drei weitere Gruppen waren in den Wupperorten unterwegs. Angemeldet hatten sich in diesem Jahr 340 Haushalte für den Besuch der Sternsinger. Organisiert wurde die Sternsinger-Aktion auch in diesem Jahr federführend von Mathias und Regina Lambert. Sie pflegen die Sternsingerhotline der katholischen Kirchengemeinde St. Marien und haben in diesem Jahr großen Einsatz gezeigt, um die Aktion unter dem Hygienekonzept stattfinden zu lassen.

„Die Nachfrage nach den Besuchen der Sternsinger ist in Rade so groß, wie vor der Pandemie. Besonders erfreulich ist, dass auch zwei Gruppen von Jugendlichen übernommen werden“, sagt Mathias Lambert. Den Segen auf Abstand zu verteilen funktionierte am Samstag gut. Die Sternsingethotline war ruhig. „Das heißt, dass alles super funktioniert hat. Wir gehen davon aus, dass die Gruppen zusätzlich noch Haushalte besucht haben, die im Vorfeld nicht angemeldet waren“, sagte er. Um die Gewänder der Heiligen Drei Könige kümmerten sich die Gruppen selber. Die großen goldenen Sterne wurden beim Aussendungsgottesdienst vor dem Caritashaus verteilt. Ebenso die Spendendosen und die Listen mit den Haushalten.

Die Sternsingeraktion endete mit einem großen Dankesgottesdienst in der Kirche St. Marien unter der 3G-Regel. Auch alle Kinder mussten ein negatives Schnelltestergebnis vorweisen. Die Segenstüten können in dieser Woche noch in den Kirchen, bei PBS Schwanz und in der Wupper-Apotheke mitgenommen werden. Die Spenden können dann überwiesen werden.