Projektwoche und Tag der offenen Tür in Radevormwald Sekundarschule lädt für Samstag ein

Radevormwald · Die Schüler freuen sich über ihre erste Projektwoche seit Corona und nutzen die produktive Zeit intensiv. Vor allem für die Stärkung des sozialen Miteinanders ist diese Woche ein besonders wertvolles Werkzeug.

Emirhan (16/l.) und Philipp (15) bauen die Cocktail-Bar auf und bieten neben Cocktails auch Marshmallows am Stiel an.

Emirhan (16/l.) und Philipp (15) bauen die Cocktail-Bar auf und bieten neben Cocktails auch Marshmallows am Stiel an.

Foto: Jürgen Moll

Olaf Hofmeister war zuerst skeptisch, als das Kollegium im Sommer eine Projektwoche für Ende des Jahres terminierte. „Ich habe es wirklich kritisch gesehen und war der Meinung, dass die Zeit doch besser für Klausurvorbereitungen genutzt werden sollte“, erinnert sich der Pädagoge und Klassenlehrer der 8c. Doch nach den ersten Tagen hat sich seine Meinung radikal geändert. „Ich muss einsehen, dass es eine richtig gute Idee war, genau jetzt eine Projektwoche durchzuführen, weil es für die Schüler eine wirklich wertvolle Zeit ist.“

Konzentriert sitzen seine Schüler im Klassenraum, lauschen Weihnachtsmusik, während sie beseelt an kleinen Geschenkkästchen basteln oder mit Eifer nach neuen Fragen und Antwortmöglichkeiten für ihre Quizze suchen. Sie unterhalten sich und lachen. So entspannt hat Hofmeister seiner Schüler schon lange nicht mehr gesehen. „Und sie lernen sogar noch was dabei“, sagt er zufrieden. Statt Mathe, Englisch und Bio zu pauken, sitzen die Achtklässler je nach Talent und Interesse in Gruppen zusammen. Die einen basteln schöne Adventspräsente, die anderen erstellen auf ihren iPads interaktive Quizze.

„Die Projektwoche macht schon sehr viel Spaß“, sagt Davide (15). „Ich finde sie auch sehr gut strukturiert und schön, dass man sich etwas nach seinen Interessen suchen konnte“, fügt Azra (14) hinzu. Die beiden Klassensprecher der 8c haben sich für die Erstellung von Quizzen entschieden und sind eifrig bei der Arbeit. „Man lernt viel Neues dabei, wenn man sich Fragen ausdenkt oder nach ihnen sucht“, sagt Azra. Dass die Projektwoche keine verlorene Schulzeit ist, davon sind die beiden überzeugt: Nach fast eineinhalb Jahren im Homeschooling ist es für die beiden Achtklässler das erste Mal, dass sie ihre Mitschüler ausgelassen und entspannt erleben. „Die Projektwoche tut gut und ist auch gut für das Klassengefüge“, meint Davide. „Wir kennen uns zwar seit drei Jahren“, sagt er, doch die Hälfte der Zeit verbrachten sie getrennt voneinander.

Dass die Projektwoche nach Corona vor allem für die Stärkung des sozialen Miteinanders ein wertvolles Werkzeug ist, davon ist auch Schulleiterin Sandra Pahl überzeugt. „Wir verbinden die Projektwoche mit unserem Tag der offenen Tür und stellen es unter dem Motto Weihnachtsbasar, so dass jede Klasse diese Woche bastelt, beispielsweise selbstgemachte Seife herstellt und andere Adventsgeschenke und Weihnachtsdeko, die auf dem Basar angeboten werden.“ Auch einen Weihnachtsflohmarkt soll es „im Sinne der Nachhaltigkeit“ geben, verspricht Pahl. „Man muss sich ja nicht jedes Jahr neue Kugeln für den Baum kaufen.“ Für den kulinarischen Genuss sind die Schüler der Abschlussklassen zuständig. Die Zehntklässler backen Kuchen und zaubern fruchtige Cocktails, die es auch am Samstag zu probieren geben wird, versichern Philipp (15) und Emirhan (16).

Den Erlös des Caterings dürfen die Zehntklässler für ihren Abschluss behalten. Der Reinerlös des Basars fließt in die Kasse der Schülervertretung für künftige Projekte. Auch Chor-, Band- und Tanz AG präsentieren sich am kommenden Samstag, 26. November, beim Tag der offenen Tür zwischen 9 und 12.30 Uhr in der Aula.

(sebu)
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