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Radevormwalder Schützen nehmen aktives Vereinsleben wieder auf

Vereine in Radevormwald : Schützen von 1708 nehmen aktives Vereinsleben wieder auf

Um die finanzielle Situation schnell zu stabilisieren, wird sich der Schützenverein am Weihnachtsmarkt in der Innenstadt beteiligen. Beim Feierabendmarkt waren die Schützen bereits mit einem Reibekuchenstand vertreten.

Im Schießstand am Hölterhof herrscht wieder Leben. Der Schützenverein Radevormwald 1708 konnte in diesem Sommer sein Training in der Jugend- und Erwachsenenabteilung nach dem Lockdown aufnehmen. Auch das Damenschießen findet regelmäßig statt. Dass der Schützenverein unter der Pandemie gelitten hat, wurde bei der Jahresversammlung deutlich. Das Schützen- und Heimatfest musste zweimal abgesagt werden, und auch der Betrieb im Schießstand war zeitweise komplett zum Erliegen gekommen.

Um die finanzielle Situation schnell zu stabilisieren, wird sich der Schützenverein am Weihnachtsmarkt in der Innenstadt beteiligen. „Begonnen haben wir mit den zusätzlichen Einnahmen mit einem Reibekuchenstand auf dem Feierabendmarkt“, berichtete der Vorsitzende Dr. Jörg Weber. Zusammen mit dem Vorstand versucht er, den Schützenbetrieb nach dem Lockdown anzukurbeln – mit traditionsreichen Veranstaltungen und neuen Ideen. Große Hoffnungen setzen die Schützen in das Schützen- und Heimatfest, das vom 10. bis 13. Juni 2022 stattfinden soll. Die Platzmeister Jens Fenske und Uwe Altgeld werden sich um die konkrete Planung der Kirmes kümmern.

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Während der Corona-Pandemie konnte die Beantragung der Fördermittel aus dem Projekt „Moderne Sportstätten 2022“ vorangetrieben werden. Mit der Unterstützung des Stadtsportverbandes (SSV) hat der Schützenverein Fördermaßnahmen beantragt und eine Fördersumme von 62.000 Euro bewilligt bekommen, von denen der Verein zehn Prozent selber finanzieren muss. Diese finanziellen Mittel bringt der Verein unter anderem mit Spenden und einem einmaligen Zuschuss der Stadtverwaltung auf. Dank des Förderprogramms kann der Verein das Schützenhaus modernisieren. Das Dach wird saniert, die Heizung erneuert und der bestehende Schießstand digitalisiert. Außerdem laufen die Vorbereitungen für die neue Bogenschießanlage, die im Erdgeschoss eröffnet wird. Der Schütze Bernd Lömker hat dafür wichtige Vorbereitungen getroffen und den ehemaligen Abstellraum entrümpelt.

„Bogenschießen ist eine wichtige Sportart, die zahlreiche Schützenvereine zusätzlich anbieten. Wir sind offen für diesen Trend und erhoffen uns von diesem Angebot eine neue Zielgruppe“, sagt Geschäftsführer Werner Grimm. Er rechnet mit einer Eröffnung des Bogenschießens im Frühjahr. Die anderen Projekte, die dank des Förderprogramms umgesetzt werden, sind ebenfalls in Vorbereitung. Die Schützen freuen sich über eine aktive Jugend und die traditionsreichen Veranstaltungen, wie das Hasenpfefferessen am 27. November , die mit den aktuellen Corona-Regelungen wieder möglich sind. „Wir wollen außerdem regelmäßig zum Tontaubenschießen nach Breckerfeld fahren, um unseren Mitgliedern ein weiteres Angebot zu erschließen“, sagt der Vorsitzende.

Der Schützenverein wird weiter von Dr. Jörg Weber und seinem Stellvertreter Jürgen Langbein und dem Geschäftsführer Werner Grimm geleitet. Schriftführerinnen sind Bettina Koch und Gesa Wuttke, Horst Frettlöhr ist Kassierer. Kommandeur Werner Grimm wird von Michele Fargione unterstützt, der auch erster Schießmeister ist. Zweiter Schießmeister ist Jürgen Langbein. Jugendwartin Silke Braning wird künftig von Rebecca Fargione unterstützt.