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Radevormwalder Schützen feiern ihren neuen König Uwe Altgeld

Schützenfest in Radevormwald : Schützenfest mit neuen Majestäten

Drei Tage war die Stadt in der Hand der Schützen. Die Kirmes war ein Publikumsmagnet. Der neue König heißt Uwe Altgeld.

Der Radevormwalder Schützenverein 1708 hat es wieder geschafft. Hinter dem Verein liegt ein erfolgreiches Wochenende, an dem das Schützenfest das Leben in der Stadt auf der Höhe bestimmt hat. Nach dem Fassanstich von Bürgermeister Johannes Mans am Freitagnachmittag ging es auf dem Rundling um den Marktplatz, die Kaiserstraße und den Hohenfuhrplatz zur Sache.

Zahlreiche Fahrgeschäfte begeisterten die Kirmesbesucher, die sich zufrieden mit dem Aufbau und dem Angebot zeigten. „Ich finde für eine Kleinstadt ist die Kirmes ziemlich groß und abwechslungsreich“, sagt Sabine Schmitz, die mit ihrer Tochter unterwegs war. Auf dem Hohenfuhrplatz stand wie immer der Autoscooter der Schaustellerfamilie Schmidt aus Remscheid, die auch das Kinderkarussell mit nach Radevormwald gebracht hat. Neben dem „Shaker“ war der Musikexpress, der das Herzstück des Marktplatzes war, bei allen Besuchern beliebt. Das Fahrgeschäft fuhr seine Runden und war phasenweise stark frequentiert. Die Fahrgeschäfte wurden auf dem Schützenfest von zahlreichen Unterhaltungs- und Verkaufsständen sowie Imbissen umrahmt. „Wir haben für ein Kirmeserlebnis pur gesorgt, indem wir auf eine bunte Mischung an Angeboten gesetzt haben. Natürlich ist die Kirmes nicht größer geworden, aber wir arbeiten daran, dass sich das in den kommenden Jahren wieder ändert“, sagt Werner Grimm, Vorstandsmitglied des Schützenvereins. „Das Feedback der Schausteller ist bisher in Ordnung. Natürlich könnte der Umsatz immer besser sein.“

Das Schützenfest besteht aber nicht nur aus dem bunten Treiben in der Innenstadt, sondern auch aus traditionellen Komponenten, die von den Schützen seit Generationen gepflegt werden. Der Schießstand am Hölterhof füllte sich Samstagnachmittag zum Schießen um die Ehrenscheibe, auf die es neun Anwärter gab. Gewonnen hat Jörg Schürmann von der FDP.

Die Schützen schossen um die Prinzen- und die Königswürde. Bevor der Vogel zu Fall gebracht wurde, mussten der Apfel und das Zepter, die der Vogel in seinen Klauen hielt, abgeschossen werden. Das Schießen auf den Apfel war in diesem Jahr langwierig, aber Werner Grimm schaffte es mit dem 82. Schuss, Lefkothea Hageböcker gewann das Zepter beim 50. Schuss.

Auf der Kirmes war viel los. Die Besucher waren von den zahlreichen Fahrgeschäften und Buden begeistert. Foto: Flora Treiber

Um den Titel des Schützenkönigs ging es danach – die Minuten im Schießstand waren spannend. „Wir hatten wirklich keine Ahnung, wer der neuen Schützenkönig oder die neue Königin wird, aber dann ist der Vogel plötzlich gefallen“, sagt Werner Grimm. Der entscheidende Schuss kam von Uwe Altgeld, der seit fünf Jahren Mitglied im Schützenverein ist und damit zu den Neulingen im Schießstand gehört. Mit dem 29. Schuss beendete er den nervenaufreibenden Nachmittag.

Um die Prinzenwürde schossen dieses Jahr zehn Anwärter aus der Jugendabteilung. Der neue Prinz heißt Konstantin Schulte. Die neuen Majestäten zeigten sich zum ersten Mal bei dem großen Hauptfestzug in der Öffentlichkeit. Als Königin ging aber noch Heidrun Wisniewski mit ihren Adjutanten vorweg. Von der Blumenstraße aus ging es über die Hohenfuhrstraße in Richtung Marktplatz. Unter musikalischer Begleitung des Musikzuges der Feuerwehr zogen die Schützen durch die Innenstadt, winkten in die Menge und genossen ihren Festumzug. Für Uwe Altgeld war das ein besonderer Moment und er freut sich darauf nächstes Jahr an der Spitze des Vereins als König mitzulaufen. Der Festumzug wurde unter anderem von den Schwanenschwenkern aus Lüdenscheid und den Schützenbrüdern aus Hückeswagen mitgestaltet.