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Radevormwalder Kirchengemeinde ehrt Beethoven zum 250. Geburtstag

Kirchengemeinde in Radevormwald : Mit Beethoven die Freude wiederfinden

Pfarrer Dieter Jeschke schlug eine Brücke von der „Ode an die Freude“ zu aktuellen Herausforderungen. Die Gemeinde ruft zudem mit dem Foto-Wettbewerb „Herzenswärme“ dazu auf, sich wieder auf Solidarität und Zusammenhalt zu besinnen.

Das Jubiläum anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven sollte 2020 eigentlich groß gefeiert werden, aber diese Pläne wurden von der Corona-Krise durchkreuzt. Die reformierte Kirchengemeinde erinnerte mit einem Musiksonntag an den weltberühmten Komponisten, der vor 250 Jahren in Bonn geboren wurde.

Unter dem Motto „Beethoven, Bibel und Orgel“ erinnerten Pfarrer Dieter Jeschke und Kirchenmusikerin Angelika Kozinowski-Werler an das Ausnahmetalent. Zu Beginn des Gottesdienstes erklang gleich die erste Beethoven-Komposition.

Pfarrer Jeschke bezog sich in seiner Predigt auf „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller, die von Beethoven im Finale der 9. Symphonie vertont wurde und unter anderem als Hymne der Europäischen Union bekannt ist. „Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit“, sagt Dieter Jeschke und zitiert damit den Theologen Karl Barth. „In schwierigen Zeiten gerät die Freude und die Dankbarkeit oft aus dem Blick.“

Pastor Jeschke ruft dazu auf „freudenvollere Töne“ anzustimmen, wie es Beethoven selber formuliert hat, und sich nicht auf Probleme zu fokussieren. „Wir bauchen Freude, Güte und Herzenswärme. Wir sollen das Leben und seine Vielfalt genießen.“ Wie sehr Beethoven und seine Werke auch noch heute inspirieren, machte der Pfarrer in seiner Predigt auf diese Weise deutlich.

Angelika Kozinowski-Werler ließ die Hymne nach der Predigt auf der Orgel erklingen, genauso wie die Mondschein-Sonate, die eigentlich für Klavier komponiert wurde. Die Orgelkompositionen, die Beethoven komponiert hat, sind überschaubar. Die Kirchenmusikerin der Kirchengemeinde spielte einige dieser Werke, aber auch Bearbeitungen von anderen Stücken des großen Komponisten.

Dass der letzte Sonntag im Monat in der reformierten Kirche am Marktplatz immer als Musiksonntag gefeiert wird, soll beibehalten werden. Diese Tradition ist in der Kirche in den vergangenen vier Jahren entstanden.

Freude will die Gemeinde nicht nur mit Musik spenden, sondern auch mit dem Fotowettbewerb „Herzenswärme in Radevormwald“. Bis zum 20. November können Fotografien zu diesem Thema eingeschickt werden, die dann von einer unabhängigen Jury bewertet werden. Die drei besten Motive werden mit Warengutscheinen des Rader Einzelhandels ausgezeichnet.

Ausgestellt werden die Fotografien dann am 1. Advent, 29. November, von 16 bis 18 Uhr in der Kirche am Marktplatz. Die Bilder können digital an die E-Mail-Adresse pfarramt@rade-reformiert.de gesendet werden.