Radevormwalder Junge Union sucht nervigste Funklöcher

Schnelles Internet für Radevormwald : Junge Union sucht nervigste Funklöcher

Alle Radevormwalder sollen Stellen melden, an denen der Empfang nicht oder kaum möglich ist.

Es ist ärgerlich, aber oft genug noch tägliche Realität. Mitten im Gespräch am Smartphone bricht der Empfang ab, weil es schlichtweg kein Netz gibt. „An der einen oder anderen Stelle steht es auch in Radevormwald nicht gut um den lückenlosen Mobilfunkempfang“, sagt Mats Großmann, Mitgliederbeauftragter der Jungen Union (JU) und zuständig für Presse und die sozialen Medien. Insbesondere in den Ortschaften außerhalb des Stadtkerns bestehe deutlicher Ausbaubedarf. Per Zufall stießen die Nachwuchspolitiker auf die Aktion „Wir jagen Funklöcher“. Gemeinsam mit Kommunen möchte die Telekom auf die Jagd nach Funklöchern gehen und realisiert unter 50 Gewinnern an den entsprechenden Stellen den Ausbau mit schnellen und zukunftsfähigen Netzen. Voraussetzung ist, dass an diesen Stellen bisher kein LTE-Empfang verfügbar ist.

„Diese Idee finden wir spannend, deshalb möchten wir, dass uns die Rader Bürger die für sie nervigsten Funklöcher melden“, erläutert Großmann. Im Anschluss werde unter allen Einreichungen ein Sieger über Facebook, Instagram und/oder die Homepage der JU gewählt. Den Sieger wollen die Jungpolitiker dann in Absprache mit der Stadt über die Aktionsseite der Telekom einreichen und hoffen auf den entsprechenden Ausbau im Gebiet. „Wir glauben, dass wir hier in Radevormwald einerseits durch die Topographie und andererseits durch die starke Beteiligung in den Facebook-Gruppen gute Chancen haben, das geeignete Funkloch für den Ausbau zu finden“, sagt Großmann. Denn auch auf dem Land sollte ein stabiler Mobilfunkempfang im Jahre 2019 selbstverständlich sein.

Derzeit befindet sich die Junge Union noch in der Findungsphase, will die Aktion intern noch im Detail vorbereiten, aber fest steht schon, dass die Bürger über einen noch festzulegenden Zeitraum von etwa einer Woche ihre Funklöcher melden. „Denn jeder kennt solche Stellen“, meint Großmann und nennt schon mal seine Favoriten: die Brücke von Radevormwald nach Lennep, die Uelfe-Wuppertal-Straße und die Strecke von Remlingrade nach Schwelm. „Wenn wir die Funklöcher der Bürger gesammelt haben, werden wir sie prüfen, um festzustellen, ob es tatsächlich keinen Empfang gibt oder es sich nur um ein subjektives Gefühl handelt“, sagt Großmann. Die Einreichfrist bei der Telekom endet am 30. November. Bis dahin muss die Aktion also abgeschlossen sein.

Großmann glaubt an eine große Resonanz, denn das Thema polarisiere. Und damit Bürger auch schon jetzt ihre nervigsten Funklöcher melden können – die weiteren Kanäle gibt die JU dann noch bekannt – ist die E-Mail-Adresse der JU unter vorstand@ju-radevormwald.de ab sofort „scharf“ gestellt.
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