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Radevormwalder Guido Assmann wird neuer Dompropst in Köln

Kirche in Radevormwald : Radevormwalder Guido Assmann wird der neue Kölner Dompropst

Der heute 56-Jährige besuchte in seiner Heimatstadt die Grundschule Blumenstraße und das Theodor-Heuss-Gymnasium. 1990 wurde er zum Priester geweiht. Mit Rade ist er immer noch verbunden.

(s-g) Der aus Radevormwald stammende Guido Assmann ist der neue Kölner Dompropst. Wie das Domkapitel am Freitag mitteilte, wurde Assmann in einer Sondersitzung zum Nachfolger von Gerd Bachner gewählt.

Guido Assmann war vor drei Jahren in das Domkapitel berufen worden – als nicht-residierendes Mitglied. Seit 13 Jahren ist der 56-Jährige Kreisdechant und Oberpfarrer an St. Quirin in Neuss.

Guido Assmann wurde 1964 in Radevormwald geboren. Er besuchte die Katholische Grundschule an der Blumenstraße und machte das Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium. Früh engagierte er sich in der katholischen Kirchengemeinde St. Marien. Der damalige Rader Pfarrer Paul Woelki förderte seinen Wunsch, Priester zu werden. Nach dem Studium in Bonn und Freiburg wurde Guido Assmann 1990 zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Eitorf und Köln-Klettenberg war er von 1998 bis 2007 leitender Pfarrer in Dormagen-Süd. 2000 wurde er zum Dechanten in Dormagen ernannt. 2007 wechselte er als Pfarrer an das Quirinusmünster in Neuss und und wurde Neusser Kreisdechant. Zwei Jahre später übernahm er die Leitung des Pfarrverbandes Neuss-Mitte. 2005 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum „Kaplan Seiner Heiligkeit“ mit dem Titel Monsignore.

Bei Besuchen in Radevormwald hat der neue Dompropst stets seine Verbundenheit zu seiner Heimstadt betont, in der noch Angehörige und Freunde leben. Unter anderem hatte er 2015 sein silbernes Priesterjubiläum in Radevormwald gefeiert.

Der Dompropst leitet das Domkapitel, das sich um den Erhalt der Kathedrale und die Gottesdienste dort kümmert sowie den Erzbischof berät. Wenn der Kölner Erzbischof zurücktritt oder stirbt, macht das Domkapitel dem Vatikan Vorschläge für seine Nachfolge und wählt am Ende des Berufungsverfahrens einen Kandidaten aus einer Dreierliste des Papstes. Der Dompropst ist auch Chef der Dombauhütte mit rund 100 Mitarbeitern.

(s-g)