1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwalder Grüne wollen eine klimaneutrale Stadt bis 2030

Klimaschutz in Radevormwald : Grüne: klimaneutrale Stadt bis 2030

Die Stadt Radevormwald soll nach Auffassung von Bündnis 90/Die Grünen alles dafür tun, die Klimaziele auch tatsächlich zu erreichen. Diese Forderung formulieren sie jetzt in einem Antrag an den Stadtrat.

Es gab wohl kaum ein anderes Thema, das den Bundestagswahlkampf in diesem Jahr mehr bestimmte als den Klimawandel und die Klimapolitik. Da verwundert es kaum, dass sich auch Bündnis 90/Die Grünen in Radevormwald intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen und nun auch einen Haushaltsbegleitantrag zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 7. Dezember und für den Stadtrat am 14. Dezember eingebracht haben.

Im Zuge der Beratungen der beiden Gremien zum Haushaltsentwurf 2022 möchte die Grünen-Fraktion explizit hervorheben, dass die Stadt alles dafür tut, die Klimaziele zu erreichen. Deshalb solle der Haupt- und Finanzausschuss dem Rat der Stadt empfehlen, in den Vorbericht zum Haushaltplan unter „Wesentliche Ziele und Strategien der Stadt Radevormwald“ das folgende Ziel aufzunehmen: „Die Stadt Radevormwald ist sich bewusst, dass sie im Sinne ihres Auftrags der Daseinsvorsorge Verantwortung bei der Erreichung der Klimaziele trägt. Sie setzt zügig alle Maßnahmen um, die in ihrer Verantwortung stehen. Die Stadt Radevormwald verpflichtet sich, bis 2030 klimaneutral zu wirtschaften. Sie unterstützt ihre Bürger bei der Umsetzung der Klimaziele.“

  • Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer
    Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss : IHK nimmt Ampel-Parteien in die Pflicht
  • Die neue Klimaschutzmanagerin Ingrid von Eerde
    Neue Klimaschutzmanagerin : Der Klimaschutz hat wieder ein Gesicht
  • Klimaschutz muss auch in Wassenberg sein.
    “Ich verstehe es einfach nicht“ : Debatte um Klimaschutzmanager in Wassenberg geht weiter

Die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Pech-Büttner und ihr Stellvertreter Bernd Bornewasser begründen den Antrag damit, dass die Folgen des von Menschen verursachten Klimawandels weltweit auch in Radevormwald immer deutlicher zu spüren seien. Klimaschutz und Klimaneutralität seien – wie die aktuellen Auswirkungen (Starkregenereignisse, Tornados, Hitzeperioden) zeigen, dringender denn je.

Die Landesregierung unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) habe seine Bereitschaft erklärt, für den Klimaschutz schon bis 2030 aus der Kohle auszusteigen. „Auch Radevormwald sollte sich entscheiden, alle Möglichkeiten zu nutzen, um mit unseren Mitteln einen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Bisher sind diese überlebenswichtigen Aspekte nicht oder nur in Ansätzen in der Strategie der Stadt Radevormwald erkennbar“, kritisieren Pech-Büttner und Bornewasser in ihrem Antrag.

Es bestehe eine hohe Dringlichkeit, im Bereich der Daseinsvorsorge über das marginale Klimaschutzkonzept hinaus verpflichtende Ziele festzulegen und in eine konzertierte Umsetzung bis zum Jahr 2030 zu führen.

Die Aufnahme dieses Absatzes in den Vorbericht des Haushaltsentwurfs sei ein erster Schritt, diese Umsetzung anzustoßen.