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Radevormwalder CDU will mehr Jugend in den Räten

CDU in Radevormwald : CDU will mehr Jugend in den Räten

Das Interesse an Politik ist bei jungen Erwachsenen wieder stärker geworden – diesen Eindruck hat Dejan Vujinovic, Ratsherr der CDU in Radevormwald und stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Union.

() Die Christdemokraten im Oberbergischen Kreis wollen bei der kommenden Kommunalwahl die Junge Union stärken. „Der CDU-Kreisverband Oberberg erklärt, dem Ziel und der Forderung des CDU-Landesvorsitzenden Armin Laschet und JU-Landesvorsitzenden Florian Braun entsprechend, dafür zu sorgen, dass ein Mitglied der Jungen Union nach der Kommunalwahl 2020 jedem Gemeinde- und Stadtrat sowie dem Kreistag angehört“, teilt der CDU-Kreisverband Oberberg nun mit.

In Rade ist diese „Quote“ bereits erfüllt: Mit Dejan Vujinovic sitzt der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union Oberberg im Rat. Er ist 25 Jahre alt, hat somit noch zehn Jahre bis zur Altersgrenze von 35 Jahren, die für die JU-Mitgliedschaft gilt. „Wir von der JU in Rade waren schon bei der vergangenen Kommunalwahl mit Saskia Burgmann, Sebastian Schlüter und mir gut vertreten“, berichtet Vujinovic. In anderen Kommunen des Kreises sei, was die Teilnahme der JU an der Ratsarbeit angehe, noch Luft nach oben. „Aber da tut sich was“, zeigt sich Vujinovic sicher. „Natürlich braucht es im Rat auch den Sachverstand und das Wissen der älteren Generationen.“ Aber junge Menschen könnten für einen frischen Blick auf manche Themen sorgen. Dejan Vujinovic hat den Eindruck, dass das Interesse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Politik in den vergangenen Jahren wieder gewachsen ist. „Dabei spielt sicher auch die Debatte über Themen wie Klimaschutz eine Rolle“, meint er.

Allerdings beobachtet er, dass jüngere Menschen weniger leicht an die politische Alltagsarbeit vor Ort andocken, die regelmäßige Arbeit in Gremien und Arbeitskreisen verlangt. „Die jüngere Generation möchte sich ungern binden“, erklärt der CDU-Ratsherr. Das habe auch damit zu tun, dass viele Junge mit ihrem Schulabschluss oder dem Start ins Studium beschäftigt sind. „Das bedeutet für viele, dass sie den Ort wechseln und automatisch aus dem Rat ausscheiden müssen“, schildert Vujinovic die Problematik.

(s-g)