Arbeitsmarkt in Radevormwald Zahl der Erwerbslosen steigt leicht an

Radevormwald/Oberberg · Im Februar waren mehr Menschen in Radevormwald ohne Arbeit als im Januar. Eine Tendenz, die sich auch kreisweit zeigt. Dennoch suchen Unternehmen dringen Fach- und Arbeitskräfte.

Die Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach hat die Februar-Zahlen für die Region veröffentlicht.

Die Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach hat die Februar-Zahlen für die Region veröffentlicht.

Foto: dpa/Bernd Wüstneck

(s-g) Die Zahl der Arbeitslosen in Radevormwald ist im Februar leicht angestiegen. Waren im Januar noch 774 Personen als erwerbslos gemeldet, sind es aktuell 787. Im Vergleich zum Februar 2023 zeigt sich ein klarer Anstieg, damals wies die Statistik nur 728 Menschen ohne Job aus.

Auch im Oberbergischen Kreis insgesamt wird ein Anstieg verzeichnet: Im Januar waren 8247 Menschen im Kreisgebiet ohne Stelle, im Februar wurden 8368 Arbeitslose gemeldet. Zum Vergleich: Im Februar 2023 waren es kreisweit 8058 Erwerbslose.

„Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen hat sich im Februar abgeschwächt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist deutlich angestiegen,“ erklärte dazu Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Der  Arbeitsmarkt im Agenturbezirk zeigt sich insgesamt weiterhin recht stabil. Im Februar verloren im Vergleich zum Vormonat weniger Menschen ihren Job,  gleichzeitig fanden mehr Menschen eine neue Tätigkeit.“

Ein großes Thema für die Unternehmen sei weiterhin die Suche nach Fach- und Arbeitskräften. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen sei im Januar um 55 Prozent angestiegen. In Radevormwald zeigt sich dieser Trend allerdings nicht. Mit 125 freien Stellen, die im Februar gemeldet wurden, gibt es hier einen Rückgang von 13,8 Prozent, im Vergleich zum Februar 2023 ging die Zahl der Stellen sogar um 43,2 Prozent zurück. Es gebe viele Arbeitslose, die ohne Ausbildung sind, schildert Nicole Jordy die Situation. Ungelernte und geflüchtete Menschen für den Arbeitsmarkt und diese Stellen zu qualifizieren, stehe daher 2024 im Fokus. Auch Beschäftigte, die angelernt tätig sind, könnten sich weiterbilden und Abschlüsse nachholen. Jordy verweist hier auf das Portal „Mein Now“ (mein-now.de), das dabei unterstütze, die richtige Qualifizierung zu finden.

Die Regionalstelle der Arbeitsagentur in Bergische-Gladbach ist verantwortlich für den Oberbergischen und den Rheinisch-Bergischen Kreis sowie die Stadt Leverkusen.

(s-g)
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