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Radevormwalder Abgeordneter wirbt um Verständnis für Lockdown

Politik in Radevormwald : CDU-Politiker Nettekoven wirbt um Verständnis für Lockdown

Der Landtagsabgeordnete für Radevormwald und Remscheid bezeichnet die Maßnahmen als nationale Kraftanstrengung. Die Gesundheit der Mitmenschen zu schützen, dies habe oberste Priorität.

Der Radevormwalder CDU-Landtagsabgeordnete Jens-Peter Nettekoven wirbt für Verständnis für die neuen, verschärften Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Nettekoven berichtet aus der Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Landtages, die am Freitag stattfand. Dabei ging es um den Beschluss einer „pandemischen Lage”, die in Nordrhein-Westfalen wieder festgestellt werden soll. Sie rechtfertigt außerordentliche Eingriffe, zum Beispiel die Beschlagnahmung von medizinischen Geräten im Katastrophenfall. Grund dafür sind die steigenden Infektionszahlen, die heute wieder ihren Höhepunkt erreicht haben.

Jens-Peter Nettekoven erklärt dazu: „Die Beschränkungen, die ab kommenden Montag landesweit gelten, tun uns allen weh. Sie sind vor allem eine nationale Kraftanstrengung für unsere Kultur- und Veranstaltungsbranche, die Gastronomie, den Mittelstand. Die Beschränkungen sind außerdem ein scharfer Einschnitt in individuelle Grundrechte.“

Doch die Maßnahmen seien leider nötig, so Nettekoven: „Wir müssen das, was uns am wichtigsten ist, um jeden Preis schützen: Die Gesundheit von unseren Nächsten!“ Deswegen seien die kommenden vier Wochen so entscheidend. Die Menschen fragten sich: Wie werden wir das Weihnachtsfest verbringen? Wie kommen wir durch die kalten Monate? „Wir alle müssen Verzicht üben und Kontakte vermeiden, wo es eben geht“, erklärt der CDU-Politiker und verweist auf die Rede seines Parteikollegen, des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus. Er habe „in seiner emotionalen Rede gestern unterstrichen, dass gerade die Einigkeit der Regeln in den Bundesländern zeigen soll, dass für ganz Deutschland gilt: Leben schützen hat jetzt oberste Priorität! Wir alle wären gut darin beraten, uns dies zu verinnerlichen“.

Die bundesweite Coronaschutzverordnung gilt ab dem 2. November. Bei dem bevorstehenden „Lockdown Light” werden die Gastronomie, Sport- und Freizeitbetriebe sowie Unterhaltungsveranstaltungen und Hygienebetriebe geschlossen. Des weiteren dürfen sich nur noch Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten. Einzelhandelsgeschäfte sollen unter Auflagen geöffnet werden dürfen. Ebenfalls geöffnet bleiben Schulen und Kitas. Die Maßnahmen sind auf vier Wochen begrenzt.

(s-g)