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Radevormwald: Zweiradmuseum öffnet wieder zu Pfingsten

Radevormwalder Zweiradmuseum : IG Bismarck öffnet wieder am Pfingstsonntag

Nach der Corona-Pause steht die Zweirad-Ausstellung in der Schlossmachergalerie ab dem 31. Mai erneut für Besucher bereit. Geöffnet ist das Museum von 14 bis 17 Uhr. Durch die Ausstellung führt ein Einbahnstraßensystem.

Die Markierungen auf den Boden zeigen den Weg, und für alle Fälle hat Hartmut Behrensmeier auch ein Einbahnstraßenschild zur Hand. Der Geschäftsführer und Sprecher der Interessengemeinschaft Bismarck und seine Mitstreiter bereiten die Ausstellungsräume in der Schlossmachergalerie auf die Wiedereröffnung vor. In Abstimmung mit dem Ordnungsamt wird dann alles Notwendige bereitstehen, um einer Ansteckung mit dem Coronavirus vorzubeugen, vor allem Desinfektionsmittel und Masken, die in den Räumen getragen werden müssen. Und natürlich gilt der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen zwei Personen.

„Wir werden am Pfingstsonntag, den 31. Mai, wieder öffnen“, kündigte Hartmut Behrensmeier am Freitag in einem Pressegespräch an. Wie alle Museen in Radevormwald musste die Ausstellung der IG Bismarck, die sich der Geschichte des gleichnamigen Unternehmens in Bergerhof verschrieben hat, wegen der Corona-Pandemie wochenlang schließen.

Am Pfingstsonntag stehen die Ausstellungsräume den Besuchern in der gewohnten Zeit von 14 bis 17 Uhr bereit. Während der Besuch sonst kostenfrei ist, müssen dieses Mal Besucher ab dem 18. Lebensjahr vier Euro Eintritt bezahlen. „Die Kosten laufen uns weg“, begründet Behrensmeier diesen Schritt und hofft auf das Verständnis der Menschen.

Zum Glück können die Mitglieder auch weiterhin auf die Unterstützung von Unternehmen wie Buderus rechnen. Niederlassungsleiter Hajo Sommer, seit Jahren engagiert für die IG Bismarck, hat kostenfrei dafür gesorgt, dass 500 Masken bereitstehen. Besucher, die nicht über eigene Maske verfügen oder diese daheim vergessen haben, können diese vor Ort für einen Euro erwerben. Behrensmeier dankt auch der Radevormwalder Firma ABR Filtertechnik – diese hat Nasen- und Mundschutz für das Personal des Vereins zur Verfügung gestellt.

„Jeweils zwei Mitglieder der IG werden vor Ort sein“, erläutert Hartmut Behrensmeier. Einer wird am Eingang kontrollieren, dass die vorgeschriebene Zahl von maximal acht Personen, die sich gleichzeitig in den Ausstellungsräumen aufhalten dürfen, nicht überschritten wird. Ein weiteres Vereinsmitglied wird die Besucher durch die Ausstellung führen, wie erwähnt, im Einbahnstraßen-System, damit Kontakte und Begegnungen minimiert werden. Die Gäste werden gebeten, die Exponate nicht zu berühren.

„Wir werden den Generalablauf vorher noch einmal proben“, erklärt Hartmut Behrensmeier. „Die Leute werden sich nicht ins Gehege kommen.“ Für jene, die warten müssen, bis die Zahl der Anwesenden in den Räumen unter acht Personen sinkt, werden vor dem Eingang Stühle bereitstehen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich vor dem Rundgang die Hände zu waschen.

Die Ausbreitung des Coronavirus und die eingeleiteten Gegenmaßnahmen haben die IG Bismarck auch veranlasst, die für Juli geplanten Ausfahrten mit historischen Motor-und Fahrrädern zu verschieben. „Die Flyer waren schon gedruckt“, sagt Behrensmeier und seufzt. Doch große Veranstaltungen sind bis Ende August untersagt. Das betrifft leider auch die „Nacht der Museen“, die sonst am 15. August gewesen wäre.

Anstatt am Wochenende des 25. und 26. Juli werden die Ausfahrten, bei denen parallel auch eine E-Bike-Tour angeboten wird, nun am Tag der deutschen Einheit, Samstag, 3. Oktober, und Sonntag, 4. Oktober, stattfinden.

Wegen der Pandemie musste auch der geplante Umzug der Ausstellung in den neuen Standort im ehemaligen Bismarck-Werk in Bergerhof verschoben werden. Zeitlichen Druck hat der Verein zum Glück nicht. „Wir können hier in den Räumlichkeiten dankenswerterweise länger bleiben“, sagt Behrensmeier. Die Anträge für das große Projekt, in den Originalräumen des Unternehmens das Museum einzurichten, sind auf jeden Fall schon gestellt.