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Radevormwald: Zufahrt zum Seniorenhaus Uelfestraße „eine Katastrophe“

Bürgermonitor : Zufahrt zum Seniorenhaus „eine Katastrophe“

Eine Leserin aus Hückeswagen fährt jedes Mal durch tiefe Schlaglöcher, wenn sie Angehörige in einem Haus mit betreutem Wohnen besuchen möchte. Seit Jahren wurde dort nichts am Zustand der Straße geändert.

Wenn Dagmar Montag ihre Schwiegermutter in Radevormwald besucht, macht sie sich jedes Mal Sorgen um den Zustand ihres Autos. Die alte Dame lebt an der Uelfestraße in einem Haus mit betreutem Wohnen, in direkter Nachbarschaft des Seniorenhauses. Zu beiden Gebäuden führt die gleiche Zufahrt. Und deren Zustand ist miserabel. „Man fährt sofort in ein tiefes Schlagloch rein“, schildert Dagmar Montag das Problem. Dass hier seit Jahren nichts getan wurde, kann die Hückeswagenerin nicht nachvollziehen.

Rita Zimmer, die Leiterin des Seniorenhauses, kann da nur beipflichten: „Diese Zufahrt ist eine Katastrophe. Über dieses Thema haben wir intern vergangene Woche noch gesprochen. Gerade jetzt, wo das Wetter etwas regnerischer ist, sehen manche die Schlaglöcher nicht und fahren direkt rein.“

Weil bislang keine Lösung für die Schlaglochpiste gefunden wurde, hätten die Anlieger auf eigene Regie Ausbesserungen vorgenommen. Das könne jedoch auf Dauer keine Lösung sein, meint Zimmer. „Über diese Zufahrt müssen ja auch Krankenwagen mit Patienten fahren“, gibt sie zu bedenken. Sorge macht sich das Team auch über Bewohner des Hauses, etwa demenzkranke Personen, die dort in den Schlaglöchern umknicken und stolpern könnten.

Doch wer ist nun eigentlich zuständig? Wem gehört die Zufahrt? Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes, hat einen Blick ins Kataster geworfen. Sein Fazit: Die Gemengelage ist äußerst kompliziert. „Der erste Abschnitt der Straße gehört einer Eigentümergemeinschaft.“ Das letzte Stück gehört dem Unternehmen „INP Radevormwald GmbH & Co. KG“, das seinen Sitz nicht im Bergischen, sondern an der Reeperbahn in Hamburg hat. Kurz gesagt: Vor Ort einen Ansprechpartner zu finden, der sich zuständig fühlt, ist schwierig.

Dagmar Montag hat übrigens noch einen Wunsch: „Es wäre schön, wenn die rot-weißen Pfosten, die vor dem Gebäude stehen, wo meine Schwiegermutter wohnt, verschwinden würden.“ Die Senioren sei schlecht zu Fuß und könnte sich ein mühsames Stück Weg sparen, wenn das Auto unmittelbar vor dem Haus parken dürfte.

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