Radevormwald: Wupperverband lockert das Bett des Flusses auf

Wupper bei Radevormwald : Die Wupper bekommt mehr Dynamik

Mit Baumstämmen und Steinen wird dafür gesorgt, dass der Fluss mehr Dynamik bekommt und bessere Lebensbedingungen für Tiere bietet.

Mehr Abwechslung für das Flussbett der Wupper, so lautet die Devise für ein aktuelles Projekt des Wupperverbandes. Oberhalb des Stausees Beyenburg, in der Nähe des Weilers Oede-Schlenke an der Stadtgrenze von Radevormwald und Wuppertal, wird der Betrieb Gewässer ab dieser Woche das Flussbett auflockern. Dazu werden auf der linken Uferseite auf einer Länge von rund 400 Metern an vier Stellen Baumstämme eingebaut und mit Steinen befestigt. „Dadurch entstehen mehr Dynamik und abwechslungsreiche Fluss-Strukturen, so dass sich Fische und Kleinstlebewesen noch wohler fühlen können“, erläutert Susanne Fischer, Sprecherin des Wupperverbandes. 

Zunächst haben Fischereifachleute Anfang dieser Woche den Wupperabschnitt abgefischt. Anschließend hat der Betrieb Gewässer weitere Vorbereitungen getroffen und Baumstämme und Steine angeliefert. Nun beginnen die Baggerarbeiten, um die Baumstämme im Flussbett zu verankern. Die Arbeiten werden je nach Witterung etwa drei Wochen dauern.

„Durch die Baggerarbeiten kann es unterhalb der Baustelle im Flussbett zu Trübungen kommen“, erläutert die Sprecherin des Verbandes. Diese Sedimentaufwirbelungen seien jedoch unbedenklich. Die Fische im unmittelbaren Bereich der Baustelle wurden zuvor in andere Gewässerabschnitte umgesiedelt.

Der Wupperverband ist verantwortlich für die Wasserwirtschaft im gesamten Flussgebiet der Wupper. 14 Talsperren, elf Kläranlagen und 2300 Kilometer Gewässer gehören zu dem Verbandsgebiet, in dem rund 950.000 Menschen leben.

(sg)
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