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Radevormwald: Wupperverband hofft auf weiteren Regen

Wasserwirtschaft im Bergischen : Wupperverband hofft auf weiteren Regen

Die Wupper-Talsperre ist nur noch zu einem Viertel gefüllt. Der September war ungewöhnlich trocken. So fielen an der Bever-Talsperre nur 60 Liter pro Quadratmeter, normal sind 100 Liter.

Die Mitarbeiter des Wupperverbandes zeigen sich erleichtert, dass nach ungewöhnlich trockenen Monaten zum Ende des Septembers endlich Regen gefallen ist. Wie Ilona Weyer, Sprecherin des Verbandes, mitteilt, zeigen die Aufzeichnungen, dass es in der ersten Woche des vergangenen Monats geregnet habe, dann aber zwei trockene Wochen folgten. „An der Bever-Talsperre in Hückeswagen fielen im September 60 Liter Regen pro Quadratmeter“, berichtet Weyer. „Üblich sind dort 100 Liter.“

Am meisten Regen im vergangenen Monat gab es am 26. September, hier wurden zwischen 20 bis 30 Liter Niederschlag an nur einem Tag gemessen, an der Bever-Talsperre waren es 22 Liter. Am meisten regnete es im September an der Ronsdorfer Talsperre mit 81 Litern, besonders trocken war es mit 46 Litern an der Dhünn-Talsperre.

Nach den langen Trockenmonaten begrüßt der Wupperverband die Regenfälle. „Es wird allerdings noch langanhaltenderen Niederschlag brauchen, damit sich dies auch auf den Füllstand der Talsperren auswirkt“, erläutert Ilona Weyer. „Zunächst müssen die trockenen Böden gesättigt werden.“ Die Wupper-Talsperre, die einen großen Teil ihres Wassers abgegeben hat, um den Fluss auf einem akzeptablen Pegel zu halten, ist derzeit nur noch zu 24 Prozent gefüllt. Die Bever-Talsperre verfügt noch über 43 Prozent ihres Wasservolumens. „Aus Sicht der Wasserwirtschaft ist daher weiterer Regen in den kommenden Monaten sehr willkommen“, resümiert Ilona Weyer.

Große Schwankungen beim Pegel in der Wupper-Talsperre sind laut dem Wupperverband allerdings nicht ungewöhnlich. Und da die Sperre ein großes Einzugsgebiet hat, füllt sich bei anhaltendem Regen das Gewässer rasch wieder. In den Talsperren am Oberlauf des Flusses ist zudem noch reichlich Wasser vorhanden – ein Austrocknen der Wupper ist nicht zu befürchten.

Die Talsperren im Verbandsgebiet erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Während beispielsweise die Wupper- und die Bever-Talsperre Brauchwasser enthalten und daher für Freizeitaktivitäten geeignet sind, enthält die Sperre Neye Trinkwasser – wie auch die Große Dhünn-Talsperre, der größte Trinkwasserspeicher in der Region. Von dort bekommen auch die Radevormwalder ihr Trinkwasser.

(s-g)