Radevormwald: Wohnraum entwickeln - dazu tun sich Sparkasse und Volksbank zusammen

Banken-Kooperation : Sparkasse und Volksbank entwickeln gemeinsam Wohnraum

Die Verträge zur Gründung der „Bergischen Projektentwicklungsgesellschaft“ sind Ende Oktober unterschrieben worden.

() Die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen und die Volksbank im Bergischen Land haben die „Bergische Projektentwicklungsgesellschaft“ gegründet. Die Vorstände beider Kreditinstitute haben den Vertrag Ende Oktober unterzeichnet. Das teilen Volksbank-Sprecherin Kristina Hellwig und Sparkassen-Sprecher Michael Scholz nun mit.

Ziel der neuen Gesellschaft sei es, „die Entwicklung von Wohnraum und Gewerbeflächen in der Region“ weiter voranzutreiben. Es gebe einen dringenden Bedarf an Wohnraum. „Aufgrund des knappen Angebotes rennen die Preise den Einkommen davon, wenn überhaupt etwas zu bekommen ist“, wird Dorothea Stabolewski, die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, zitiert. Auch für die Wirtschaft seien Grundstücke für Einfamilienhäuser als Standortfaktor wichtig, denn das sei attraktiv für Mitarbeiter, die sich vor Ort niederlassen möchten.

Lutz Uwe Magney, Vorstandsmitglied der Volksbank, widerspricht der Darstellung, die Bevölkerung in Region gehe zurück und es brauche weniger Bauland. Das Gegenteil sei der Fall: „Das Oberbergische entwickelt sich wirtschaftlich und demografisch exzellent.“ Nicht die Region schrumpfe, sondern das verfügbare Bauland. In vielen Rathäusern stapelten sich die Baulandanfragen für Einfamilienhäuser. Es stimme nicht, dass es alle jungen und gut ausbildeten Menschen in die Großstädte ziehe, erklärt das Volksbank-Vorstandsmitglied.

Die Zunahme der Ein-Personen-Haushalte treffe auf einen Wohnungsbestand, der sich nur langsam verändere. „Den stärksten Druck im Markt sehen wir bei kleinen, barrierefreien und bezahlbaren Wohnungen. 70 Prozent unserer Mietinteressenten sind Ein- und Zwei-Personen-Haushalte“, schildert Dorothea Stabolewski die Lage. „Die Zahl der einkommensarmen Haushalte ist im Bergischen zwar vergleichsweise niedrig, trotzdem wird die Verfügbarkeit von Wohnungen für Haushalte, die sich nicht selbst am Markt versorgen können, angesichts des vorhandenen Wohnungsdefizits und der Einkommensstagnation bei einem Teil der Haushalte auch in der an sich recht wohlhabenden Region ein wichtiges Thema bleiben.“

Die neue Projektgesellschaft soll laut den Vorständen „Partner der öffentlichen Hand und der regionalen Wirtschaft“ sein, sie möchte Wohn- und Gewerbeimmobilien in der Region begleiten und entwickeln. Dabei werde man die fachliche Erfahrung und die über lange Jahre gewachsene Netzwerke einbringen können.

(s-g)