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Radevormwald:Wiedereinstieg in den Unterricht ist in den Schulen gut gelaufen

Unterricht an Schulen : Schulen sind im Corona-Endspurt

Bislang ist der Wiedereinstieg in den Unterricht in den weiterführenden Schulen ohne größere Probleme verlaufen. Im Gymnasium werden in der kommenden Woche weitere Jahrgangsstufen zurückkehren – im rollierenden System.

Stufe um Stufe kehren die weiterführenden Schulen in Radevormwald zu weitgehehend normalen Verhältnissen zurück. „Heute findet die letzte Abiturprüfung statt“, erklärte am Donnerstag Mathias Fischbach-Städing, der Leiter des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Im Juni werden dann voraussichtlich Nachprüfungen stattfinden. Der Schulleiter ist mit den vergangenen Wochen zufrieden: „Bisher hat der Wiedereinstieg in den Schulbetrieb problemlos funktioniert, dank der Lehrkräfte, die mitgezogen und sich vielfach über E-Mail oder Telefon ausgetauscht haben.“ Inzwischen hat das Land NRW verfügt, dass auch Lehrkräfte, die zur Risikogruppe zählen, beispielsweise wegen ihres Alter, wieder ihren Dienst tun sollen, es sei denn, ein ärztliches Attest verbietet dies. „Wir haben in unserem Kollegium einen Fall, bei dem ein solches Attest vorliegt“, erklärt Fischbach-Städing. Ansonsten freuten sich die Pädagogen, endlich wieder unterrichten zu können und ihre Schüler wiederzusehen.

Ab dem kommenden Mittwoch, 3. Juni, wird mit den Jahrgangsstufen ein so genanntes rollierendes System eingeführt. Jeweils zwei bis drei Stufen werden dann im Gebäude unterrichtet, stets geteilt, damit der vorgeschriebene Mindestabstand gewahrt bleiben kann. „Alle Stufen gleichzeitig zu unterrichten, das wäre angesichts der Kapazitäten des Gebäudes nicht möglich“, erklärt der Rektor. Um diese aufgesplitteten Stundenpläne zu organisieren, braucht es freilich viel Aufwand. „Wir verwenden im Moment sehr viel Zeit auf die Planung.“ Schließlich müssen alle Jahrgangsstufen irgendwann zum Zuge kommen, die Stufe Q1 kommt allerdings jeden Tag, auch hier jedoch immer nur in Teilen. Bis zum letzten Schultag vor den Sommerferien, dem 26. Juni, wird diese komplizierte Planung fortgeführt. „Was nach den Sommerferien kommt, kann derzeit niemand sagen“, meint Mathias Fischbach-Städing.

Keine besonderen Probleme beim Wiedereinstieg in den Unterricht in Zeiten der Corona-Pandemie gibt es auch in der Sekundarschule. Was die Gebäudekapazitäten angeht, ist die Schule in einer komfortableren Situation als das Gymnasium, erklärt die Leiterin Sandra Pahl. „Uns stehen mehrere Standorte zur Verfügung, so das Gebäude der alten Hauptschule und die Realschule. Was eigentlich ein Nachteil ist, die räumliche Trennung, ist in dieser Situation mal ein Vorteil“, erklärt die Rektorin. So kann die Jahrgangsstufe 7 den Pavillon der Realschule übernehmen, die Stufe 8 das Hauptgebäude, die Stufen 5 und 6 nutzen die ehemalige Hauptschule. „Es geht alles seinen Gang“, resümiert Sandra Pahl die vergangenen Wochen.

Was es dieses Mal leider nicht geben wird, sind repräsentative Abschlussfeiern. Der von den Schülern organisierte Abiturball werden nach jetzigen Stand wohl nicht stattfinden, bedauert der Leiter des THG. „Was die offizielle Zeugnisübergabe angeht, so muss auch dabei der Sicherheitsabstand gewährleistet sein, mehr als 40 Personen dürfen nicht in unsere Aula.“

Auch die Städtische Realschule teilt auf ihrer Internetseite mit, dass es „keinen Abschlussball, keinen Gottesdienst und auch keine Zeugnisvergabe für den ganzen Jahrgang“ geben wird. Die Zeugnisse sollen in einer kleinen Feierstunde klassenweise am Freitag, 12. Juni, in der Aula des Schulzentrums übergeben werden. Und die Eltern werden nach jetzigem Stand nicht dabei sein dürfen – es sei denn, bis zu diesem Termin treten noch weitere Lockerungen ein.