Radevormwald: Wie Gira erfolgreich mit Start-ups zusammenarbeitet

Unternehmen in Radevormwald : Gira arbeitet erfolgreich mit Start-up zusammen

Schon zum zweiten Mal hat die junge Firma Senic ein Produkt herausgebracht, das in Kooperation mit dem Rader Unternehmen entwickelt wurde.

() Anlässlich der an diesem Mittwoch zu Ende gegangenen IFA Berlin, die nach eigenen Angaben als „weltweit führende Messe für Consumer Electronics und Home Aplliances“ gilt, hat das Berliner Start-up Senic seinen Schalter „Friends of Hue“ auf den Markt gebracht. Entwickelt hat das junge Technologieunternehmen den kabel- und batterielosen Schalter, mit dem sich alle Smarthome-Geräte aus der Philips-Hue-Welt digital per Knopfdruck steuern lassen, gemeinsam mit dem Gebäudetechnikspezialisten Gira mit Stammsitz in Radevormwald.

Der smarte Schalter, der auch mit dem Apple Homekit kompatibel ist, ist schon das zweite Produkt, das aus der Anfang 2018 gestarteten Kooperation zwischen dem Start-up und dem 1905 gegründeten Mittelständler aus dem Bergischen Land hervorgeht. Ende vergangenen Jahres war bereits der Sonos-Schalter „nuimo click“ auf den Markt gekommen. Gira ist 2018 eine Minderheitsbeteiligung an Senic eingegangen.

„Die Zusammenarbeit hat sich in der Praxis als äußerst produktiv herausgestellt. Dies hatten wir so nicht unbedingt erwartet und ist auch nicht die Regel, wenn junge Firmengründungen auf alteingesessene Unternehmen treffen“, betont der Christian Feltgen, der Technologie-Geschäftsführer des Rader Unternehmens.

Das dreiköpfige Team der Gründerinitiative hält seit gut anderthalb Jahren in der Start-up-Szene nach potentiellen Partnern Ausschau, die – so Christian Feltgen – „mit Neugierde, Begeisterung und Innovationsleidenschaft zu Werke gehen, wenn es gilt, Lösungen zu entwickeln.“ Rund 2000 Start-ups haben die Mitarbeiter gesichtet. Aus 70 Erstgesprächen mit Gründern ist bis jetzt ein gutes halbes Dutzend weiterführender Projekte hervorgegangen, bei denen eine konkrete Zusammenarbeit geprüft wird. „Auch wenn daraus nicht jedes Mal gemeinsame Produkte wie im Fall der Zusammenarbeit mit Senic entstehen, nehmen wir genauso wie unsere Gesprächspartner viel aus diesem intensiven Austausch mit“, ist Christian Feltgen überzeugt.

Die Start-up-Firmen profitieren vor allem vom Know-how, das Gira in den 114 Jahren  aufgebaut hat. „Wir wiederum lassen uns von der unternehmerischen Unruhe der Gründer anstecken und probieren zum Beispiel andere Kollaborationsformen aus, um schneller und agiler unterwegs zu sein“, erklärt Geschäftsführer Feltgen. So habe die Entwicklung der beiden smarten Schalter mit Senic nur jeweils rund vier Monate gedauert.

(s-g)
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