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Radevormwald: Wie geht es mit den Schulen nach den Ferien weiter?

Politik in Radevormwald : Wie geht es mit den Schulen nach den Ferien weiter?

Das fraktionslose Ratsmitglied Dr. Axel Michalides und Thomas Lorenz (RUA) machen sich Gedanken, wie nach den Sommerferien der Schulbetrieb weiter gehen kann. Sind Container eine Lösung, um Abstand zu halten?

Überraschend hat die Landesregierung weitere Lockerungen im Bildungswesen angekündigt: „Ab Montag, den 15. Juni, sollen alle Kinder im Grundschulalter bis zu den Sommerferien in einem regelhaften Schulbetrieb eine Schule besuchen können“, erklärte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer am Freitag.

Doch wie wird es nach den Ferien weitergehen? Darüber machen sich Ratsmitglieder wie Dr. Axel Michalides Gedanken. Der fraktionslose Ratsherr hat einen Antrag für den Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag formuliert. Es sei die Rede davon, so Michalides, dass Räumlichkeiten wie Vereinsheime oder Gemeindesäle angemietet werden können, damit die nötigen Abstands- und Hygieneregeln in den Schulen eingehalten werden können. „Ebenso wären zusätzliche Container eine Möglichkeit, den Schulen mehr Räume zur Verfügung stellen.“ Das fraktionslose Ratsmitglied möchte nun von der Verwaltung wissen, ob man in Radevormwald über diese Szenarien bereits nachgedacht habe. „Da der Sportunterricht auch nach den Sommerferien voraussichtlich in reduzierter Form stattfinden wird, stünden die Turnhallen zur Verfügung“, gibt er zu bedenken.

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Auch Thomas Lorenz von der RUA-Fraktion greift dieses Thema nun mit einem Antrag für den Rat auf. Es stelle sich die Frage, „ob genügend Räume vorhanden sind, da ja gelegentlich schon ohne Corona über Platzmangel, besonders in Grundschulen geklagt wird“. Inzwischen verfüge die Stadt über verschiedene, teils sogar geförderte Begegnungsstätten, die möglicherweise auf Grund der Corona-Pandemie leer stünden. Sie könnten gegebenenfalls für Abhilfe sorgen.

Die RUA-Fraktion sei von Eltern auf dieses Thema angesprochen worden. Lorenz kritisiert in diesem Zusammenhang die Informationspolitik der Stadtverwaltung: „Es wundert uns schon, dass in Zeiten, in denen gerade die Betreuung der Schüler ein zentrales Thema ist, kein Grund gesehen wird, mit der Politik und dem Schulausschuss darüber zu sprechen beziehungsweise diese zu informieren.“

Der Haupt- und Finanzausschuss findet am Dienstag, 9. Juni, 17 Uhr, im Saal des Bürgerhauses, Schlossmacherstraße, statt.