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Radevormwald: Wenig Photovoltaik auf städtischen Gebäuden

Politik in Radevormwald : Wenig Photovoltaik auf städtischen Gebäuden

Im Bauausschuss wurde über den Status des Projekts „Photovoltaik auf städtischen Gebäuden“ berichtet. Nur wenige Dächer kommen infrage.

Auf einen Antrag der Alternativen Liste (AL) wurde im Bauausschuss über den Status des Projekts „Photovoltaik auf städtischen Gebäuden“ berichtet. „Im Kommunalwahlkampf 2020 war es allgemeiner Konsens unter den politischen Bewerbern, dass die Stadt den Bestand an Photovoltaikanlagen auf ihren eigenen Gebäuden ausbaut. Weiß man mittlerweile, welche Gebäude für solche Anlagen geeignet wären?“, trug Michael Drost den Antrag vor. Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes, hat die Prüfungen der Statik der städtischen Dächer begleitet. „Leider kommen nur wenige Dächer infrage. Das Dach der ehemaligen Realschule käme infrage, genauso wie Teile des Rathaus-Daches, wo wir dann eine Belastung von 102 Prozent erreichen würden. Bei den anderen Gebäuden sind Photovoltaik-Anlagen aufgrund der Statik nicht möglich“, berichtete er. Städtische Photovoltaik-Anlagen gibt es bereits am Betriebshof, auf der Grundschule Stadt sowie auf dem Gebäude der Sekundarschule an der Hermannstraße. Die Ergebnisse der Statik-Prüfung will die Stadtverwaltung nun mit den Stadtwerken Radevormwald besprechen, um Konzepte für die möglichen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie zu entwickeln. Die Kommunalpolitik kritisierte während des Bauausschusses, dass dieser Informationsaustausch bisher noch nicht stattgefunden hat und das Projekt ins Stocken geraten ist.

Der Zeitraum für die Umsetzung der Photovoltaik-Anlagen ist nach Aussage von Ulrich Dippel noch ungewiss. „Mittelfristig könnten die Energiekosten der Stadt gesenkt werden, sofern der gewonnene Strom selbst verwendet wird. Diese Investitionen können somit mittelfristig auch einen Beitrag zur Sicherung des Haushaltes leisten“, plädiert die AL für die Umsetzung erneuerbarer Energie-Konzepte.