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Radevormwald: Warum die Grünen Christian Klickis Wahl

Beigeordnetenwahl in Radevormwald : Grüne verteidigen ihre Linie gegen Christian Klicki

Die Fraktion von Bündnis 90/Grüne hat ihre Linie bei der vergangenen Wahl zum Beigeordneten verteidigt. Die Vorsitzende Elisabeth Pech-Büttner stellt klar: „So lange nicht geklärt ist, ob der gewählte Bewerber die notwendige Qualifikation besitzt, könnte das Amt beschädigt werden.“

Die Grünen hatten sich wie die SPD und die Alternative Liste in der vergangenen Ratssitzung für eine Verschiebung der Wahl des neuen Beigeordneten ausgesprochen. Dies wurde in geheimer Abstimmung von einer Mehrheit im Rat abgelehnt. Anschließend wurde Christian Klicki, CDU-Politiker aus Wermelskirchen, ebenfalls in geheimer Abstimmung zum Beigeordneten gewählt.

Wenige Tage nach der Wahl kündigte die SPD-Fraktion an, Einspruch gegen das Ergebnis bei der Kommunalaufsicht einzulegen. Auch die AL-Fraktion äußerte sich in diesem Sinne. Es wird dabei die Frage nach der Qualifikation des 27-jährigen Klicki gestellt.

„Wir sollten nun abwarten, wie die Kommunalaufsicht entscheiden wird“, erklärt Elisabeth Pech-Büttner. „Wir sind keine Juristen und ebenso wenig der Bürgermeister.“ Die Fachleute der Kreisverwaltung könnten die strittige Frage kompetent untersuchen. „Diese Sache muss geklärt werden“, betont die Grünen-Politikerin und widerspricht zugleich dem Eindruck, bei der Angelegenheit gehe es vor allem darum, dem politischen Mitbewerber eins auszuwischen. „Es hat nichts mit der Parteizugehörigkeit von Herrn Klicki zu tun, es geht nur darum, ob er die Befähigung zum Amt des Kämmeres hat.“ Allerdings verweist Pech-Büttner auf die Tatsache, dass Christian Klicki zwar seine politischen Ämter in Wermelskirchen abgegeben habe, aber vor wenigen Tagen in den Bezirksvorstand der CDU Bergisches Land gewählt worden sei.  

Christian Klicki, der bislang Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten in Wermelskirchen gewesen war, hatte in der Ratssitzung angekündigt, er werde sein Amt ohne parteipolitische Rücksichten ausüben.