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Radevormwald: Vor der Kirche am Markt entsteht eine Weihnachtskrippe

Advent in Radevormwald : Eine wetterfeste Weihnachtskrippe

Vor der Kirche am Marktplatz wird bis Heilig Abend eine Krippe wachsen. Verbinden will die Gemeinde die Entwicklung der Krippe mit der Vorfreude auf Weihnachten und einigen besonderen Aktionen.

Vor der reformierten Kirche am Marktplatz entsteht bis Heilig Abend eine Weihnachtskrippe. Ihr Gerüst haben die fleißigen Helfer bereits am Freitag aufgebaut, aber die Figuren werden erst an den nächsten Adventssonntagen einziehen.

Gebaut wurde die Krippe aus heimischem Holz von Klaus Schröder. In seiner Werkstatt entstehen kunstvolle und praktische Dinge aus verschiedenen Materialien. Diesen Ideenreichtum hat er genutzt, um die Krippe für die Gemeinde zu bauen. Pfarrer Dieter Jeschke hat in der Gemeinde einen Aufruf gestartet und um Hilfe gebeten. „Wir hatten die Idee eine Krippe aus dem Holz zu bauen, das in unseren Wäldern gefällt werden musste. Das Waldsterben hat diese Idee angestoßen“, sagt der Pfarrer.

Seit August hat Klaus Schröder an der Krippe gebaut, die in erster Linie aus Fichtenholz entstanden sind. Die Fichten, die einst in Radevormwald gewachsen sind und durch den Borkenkäferbefall zerstört wurden, sind nun Teil einer Krippe. Die Köpfe der Engel sind aus Eichenesche gedrechselt, das Engelshaar ist aus Naturhanf. Das Dach für die Krippe steht bereits, genau wie die Krippe für das Jesuskind selber. Das Stroh kommt von zwei Landwirten aus Radevormwald.

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In den kommenden Wochen wird die Krippe wachsen, die Figuren werden eingekleidet und die Krippe beziehen. Genäht wurden die Kostüme von Geertje Jeschke. Mit der Hilfe von Ilona Schröder sind Gewänder und Kostüme für die Figuren der Krippe entstanden. „Wir haben uns Gedanken zu dem Konzept der Krippe gemacht und die Schnitte für die Kostüme entworfen. Heilig Abend ist die Krippe dann komplett, dann kommt das Jesuskind in die Krippe“, sagt Geertje Jeschke.

Verbinden will die Gemeinde die Entwicklung der Krippe mit der Vorfreude auf Weihnachten und einigen besonderen Aktionen. Am 5. Dezember findet das „Krippengeflüster“ um 17 Uhr vor der Kirche statt. Dann wird gesungen, Geschichten werden vorgelesen und die Konfirmanden der Gemeinde verkaufen Gebäck für einen guten Zweck. In dieser Woche startet auch wieder die wöchentliche ökumenische Marktandacht in der Kirche, die immer parallel zum Wochenmarkt stattfindet. Sie beginnt jeden Samstag um 11 Uhr und wurde lange von den Gemeindegliedern vermisst.

Pfarrer Dieter Jeschke will mit der Outdoor-Krippe zu der festlichen Atmosphäre in der Innenstadt beitragen und in der Corona-Pandemie einen sicheren Raum schaffen. Schließlich sind Veranstaltungen an der frischen Luft deutlich ungefährlicher, als in Innenräumen. In dem Baum, direkt über der Krippe, wird in der Vorweihnachtszeit außerdem ein Stern hell leuchten.