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Radevormwald: Von Sevilla ins Bergische Land

Theodor-Heuss-Gymnasium Radevormwald : Von Sevilla ins Bergische Land

Die neue Fremdsprachenassistentin des THG heißt Rosario Garcia. Die 28-Jährige freut sich auf ihre Arbeit in Radevormwald. Die Landschaft im Bergischen hat es ihr besonders angetan.

Rosario Garcia kommt aus Spanien und ist in diesem Herbst ins Bergische Land gezogen, um als Fremdsprachenassistentin am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) zu arbeiten. Der 28-Jährigen gefällt ihr neues Zuhause gut. „Ich finde die Landschaft hier sehr schön, besonders im Herbst. Ich genieße die Landschaft, wenn ich morgens nach Radevormwald fahre“, sagt die Spanierin, die mit dem Bus von Wuppertal zu ihrem neuen Arbeitsplatz fährt. Sie hat sich dazu entschieden, in Wuppertal zu leben. „In der Stadt kann man viel erleben und Menschen kennenlernen, weil es eine Großstadt ist. Radevormwald ist sehr ruhig und familiär.“

In ihrer Heimat hat Rosario Garcia Germanistik studiert und nach ihrem Bachelor-Abschluss mit ihrem Master in Pädagogik begonnen. Die deutsche Sprache hat sie früh begeistert. „Ich kann mir gut vorstellen, als Spanischlehrerin in Deutschland zu arbeiten. Wie ich an einer deutschen Schule zurecht komme, kann ich am THG erfahren.“

Am Radevormwalder Gymnasium unterrichtet Annika Klassen Spanisch. Sie wird in diesem Schuljahr von Rosario Garcia unterstützt. „Ich bereite für den Unterricht einige Aktionen vor und spreche Spanisch mit den Schülern. Die waren von Anfang an sehr nett zu mir und machen gut mit.“ Für die Fremdsprachenassistentin, die das THG in einem internationalen Netzwerk gefunden hat, ist der Umzug nach Deutschland ein wichtiger Schritt für ihre beruflichen, aber auch für ihre private Entwicklung. Die deutsche Kultur und Sprache zu ihrem Alltag zu machen, das gefällt ihr. „Ich mag Deutschland sehr gerne und fühle mich hier wohl. Wenn es klappt, bleibe ich zwei Jahre oder noch länger. In dieser Zeit kann ich mein Deutsch bestimmt sehr verbessern.“

Die anhaltende Corona-Pandemie hat die junge Frau nicht davon abgehalten umzuziehen. Der bürokratische Aufwand war überschaubar, und die Maskenpflicht in Schulen hält sie für richtig. Mit dem Gedanken an Weihnachten wächst ihr Heimweh allerdings. „Ich vermisse meine Familie und natürlich auch meine Heimat, aber es geht mir gut. Wenn ich an Weihnachten nicht nach Hause reisen kann, ist das schwer“, sagt sie.

Glücklich ist sie darüber, dass sie in Nordrhein-Westfalen nicht die einzige Fremdsprachenassistentin aus Sevilla ist. Eine spanische Freundin arbeitet in Bochum. Mit ihr steht sie in Kontakt. „Wenn wir für Weihnachten nicht nach Spanien können, werden wir als Familie in Deutschland zusammen spanisches Weihnachten feiern.“ Rosario Garcia ist dankbar, dass sie im Bergischen Land schnell Anschluss gefunden hat und sich auch gut mit dem Kollegium des THG versteht. „Alle sind hier freundlich und hilfsbereit. Ich finde es schön, dass ich mich in den Unterricht einbringen kann.“

Die Spanisch-Schüler des Gymnasiums werden in den kommenden Monaten davon profitieren die neue Sprache mit einer gebürtigen Spanierin zu lernen und sich mit ihr auf Spanisch unterhalten zu können. Die neue Fremdsprachenassistentin ist ein Gewinn für die Schule an der Hermannstraße. Und Rosario Garcia ist gespannt auf ihre Zeit in Radevormwald und Wuppertal. „Ich werde sehr viel lernen und nach dieser Fremdsprachenassistenz wissen, wo ich arbeiten möchte“, sagt sie.