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Radevormwald: Virus beeinträchtigt Hilfsaktion

Unterstützung aus Radevormwald : Virus beeinträchtigt Hilfsaktion

Die Organisation „Medical Education and Training for Africa“ fördert durch medizinische Aus- und Fortbildung Ärzte und Hebammen unter anderem in Eritrea, im Nordosten von Afrika an der Küste des Roten Meeres.

Die Ausbreitung des Virus SARS CoV-2 behindert leider auch Hilfsaktionen in Afrika, die vom bergischen Land aus organisiert werden. Diese Erfahrung macht nun Prof. Dr. Helmut Kaulhausen, der 25 Jahre lang Chefarzt der Remscheider Frauenklinik war. Auch manche Radevormwalder Bürger kennt er buchstäblich seit ihrer Geburt.

Inzwischen leitet er den Verein „Medical Education and Training for Africa (www.met4a.org). Die Organisation fördert durch medizinische Aus- und Fortbildung Ärzte und Hebammen unter anderem in Eritrea, im Nordosten von Afrika an der Küste des Roten Meeres. „In den verschiedenen Projektländern, in denen wir arbeiten, fehlt es oft auch an technischer Unterstützung“ sagt Kaulhausen. „So könnte ein Beamer, den wir an verschieden Orte mitnehmen können, die Präsentation nachhaltig unterstützen“.

Das war für die Radevormwalder Unternehmensberatung A-M-T AG und ihren Gründer und Vorstand Thomas Lorenz Anlass, ein solches Gerät für Afrika zu übergeben. „Wir arbeiten zur Zeit hier mit einem neuen Schwerpunkt „Gesundheitsmanagement und Burn-Out-Vorsorge“, haben dafür eine Ärztin neu im Team, und da passte es gut, auch international Bildungsaktivitäten zu unterstützen“, sagt Lorenz.

Gleichzeitig fügte Lorenz zusammen mit seinem Fraktionskollegen im Radevormwalder Stadtrat Klaus Haselhoff noch einen Scheck über 500 Euro aus erhaltenen Sitzungsgeldern hinzu. „Hier können wir sicher sein, dass die Gelder in voller Höhe auch vor Ort ankommen“ begründete Klaus Haselhoff die Unterstützung.

Und dann war es doch nicht so leicht, die Spenden direkt vor Ort zu bekommen. Das eritreische Gesundheitsministerium hat aus Sorge vor dem Einschleppen der Coronavirus SARS-CoV-2-Infektionen die Einreise von Angehörigen aus betroffenen Staaten untersagt. So kann das Team am Wochenende nicht nach Asmara/Eritrea starten.

„Wir hoffen, dass sich das Thema bis Sommer 2020 erledigt hat und wir wenigstens zum geplanten Herbsttermin mit Ärzten und Hebammen einreisen können“, erläutert Prof. Dr. Helmut Kaulhausen, der die Nachricht von den Problemen vor Ort mit großem Bedauern aufgenommen hat.

(s-g)