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Radevormwald:Viele Motorrad-Schätzchen waren am Start

Motorradereignis in Radevormwald : Alte Schätzchen auf die Piste gebracht

Gestern fuhren Zweirad-Liebhaber 85 Kilometer quer durchs Bergische. Die Ausfahrt der IG Bismarck wurde gut angenommen. In einem historischen Bus fuhr auch Bürgermeister Johannes Mans mit.

Es knatterte und brummte, als die historischen Motorräder gestern Vormittag auf den Parkplatz an der Poststraße fuhren. Der Start- und Zielpunkt der Buderus-Ausfahrt unter der Schirmherrschaft der IG Bismarck wimmelte von begeisterten Motorradfahrern, die sich der Triangeltour durchs Bergische stellen wollten.

Die Fahrt über 85 Kilometer Landschaft und Stadt veranstaltete das Team um Hartmut Behrensmeier zum dritten Mal, und wieder war der Andrang groß. 55 Motorrad-Liebhaber, manche mit Beiwagen oder Mitfahrer, nahmen an der Tour teil. 20 Passagiere, unter anderem Bürgermeister Johannes Mans, fanden in dem historischen Bus Platz, der die Tour begleitete. „Diese Veranstaltung ist immer wieder ein Erlebnis, weil hier Menschen zusammenkommen, die sich für eine Sache begeistern und sich austauschen können“, sagte Hartmut Behrensmeier vor dem Startschuss um 11.15 Uhr.

Zum zweiten Mal mit dabei war der Düsseldorfer Egbert Löhr, der mit seiner alten BMW an der Tour teilnahm. „Letztes Jahr war die Fahrt schon toll, so kann man einen Sonntag nach meinem Geschmack verbringen“, sagt er. Sein Beiwagen blieb am Sonntag zwar leer, aber einsam war auf der Buderus-Ausfahrt niemand. „Hier tauscht man sich aus und findet Gleichgesinnte. Das ist doch super und die Region eignet sich für solche Treffen“, sagt Egbert Löhr, der normalerweise eine Horex fährt. Die hat er momentan aber an ein Museum verliehen. Die bei den Sammlern und Schraubern beliebte Motorrad-Marke war trotzdem gut vertreten. Außerdem bestaunten die Motorrad-Liebhaber Hercules-Oldtimer und Maschinen anderer Hersteller, die für die Qualität der Vergangenheit stehen. Dieter Kasper, der in Radevormwald für seine Kenntnisse über historische Zweiräder bekannt ist und sich im Museum der IG Bismarck engagiert, stellte vor dem Start einige Modelle vor. „Hier fahren ein paar richtige Schätzchen mit“, sagt er.

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Die Triangeltour führte die knapp 80 Teilnehmer aus dem Radevormwalder Zentrum Richtung Hückeswagen, wo es nicht nur eine Altstadt, sondern auch die Bevertalsperre zu entdecken gibt. Durch Wipperfürth, Lindlar und Kürten kamen die Zweiräder nach Altenberg. Dort war eine ausgiebige Rast geplant. „Das Restaurant Wißkirchen wird uns mit Proviant versorgen und die Teilnehmer können sich Altenberg etwas genauer ansehen“, sagt Behrensmeier. Die Besucher aus Altenberg hatten wiederum die Möglichkeit die historischen Gefährte zu entdecken und zu fotografieren. Von dem westlichsten Punkt der Tour machten sich die Fahrer dann wieder auf den Rückweg nach Radevormwald, der an Wermelskirchen und Remscheid-Lennep vorbeiführte. In gemütlichem Tempo ging die Buderus-Ausfahrt am späten Nachmittag zu Ende. Für jeden Teilnehmer gab es eine Medaille.

Hartmut Behrensmeier ist mit den Gedanken bereits bei der nächsten Ausfahrt, die 2020 stattfinden soll. „Vielleicht wird es beim nächsten Mal eine Großveranstaltung, an der auch historische Fahrräder teilnehmen können“, sagt er. Dass die Triangeltour seit drei Jahren Motorrad-Liebhaber zusammenführt, macht ihn stolz. Der Parkplatz an der Poststraße soll in Zukunft fester Ziel- und Startpunkt werden. „Das belebt diese Ecke der Stadt und die Nähe zu unserem Museum ist einfach praktisch. Den Markt werden wir erst einmal nicht mehr für diese Veranstaltung ins Visier nehmen“, sagt er. Die diesjährige Veranstaltung wurde kurzfristig an das Ende der Schlossmacherpassage verlegt.