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Radevormwald: UWG möchte Feierabendmarkt wieder stattfinden lassen

Politik in Radevormwald : Ein Vorstoß für den Feierabendmarkt

Seit März findet die freitägliche Veranstaltung nicht mehr statt. Die Unabhängige Wähler-Gemeinschaft sieht rechtlich durchaus die Möglichkeit, den Markt wieder stattfinden zu lassen.

Eigentlich hätte der Feierabendmarkt auf dem Marktplatz in Radevormwald am 13. März in die neue Saison nach der Winterpause starten sollen, wurde jedoch im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus kurzfristig abgesagt. Seither pausiert die Veranstaltung, die im April 2018 mit Erfolg gestartet war.

Die Fraktion der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft (UWG) fordert nun in einem offenen Brief an Bürgermeister Johannes Mans, dass trotz der Corona-Pandemie über eine Wiedereröffnung des Marktes nachgedacht werden soll. „In der UWG-Fraktion haben wir uns intensiv mit Genehmigung von öffentlichen Veranstaltungen nach dem Corona-Lockdown, insbesondere dem freitäglichen Feierabendmarkt in Radevormwald, beschäftigt“, heißt es in dem Schreiben, dass von dem Fraktionsvorsitzenden Klaus Steinmüller, der Ortsvorsitzenden Ursula Brand und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Bernd-Eric Hoffmann unterzeichnet worden ist. „Dazu haben wir uns die Aktivitäten unserer Nachbarstädte und den Umgang mit der Corona Schutzverordnung durch die Einzelhändler und Gaststätten hier in Radevormwald angesehen“, erklären die drei Kommunalpolitiker in ihrem Brief an die Verwaltung.

Ergebnis dieser Betrachtung sei, dass die Corona-Schutzverordnung sehr vorbildlich von allen Einzelhändlern und Gaststätten in Radevormwald eingehalten werde. Es würden weitestgehend das Abstandsgebot und die Maskenpflicht eingehalten. „Wir haben dabei auch den Besuch der Gaststätten am Marktplatz an Wochenenden beobachtet und festgestellt, dass die Bürgerinnen und Bürger das Angebot der Gaststätten mehr als dankbar annehmen“, schreiben die drei UWG-Vorstandsmitglieder.

Die Planungen in den Nachbarstädten zeigten, dass öffentliche Veranstaltungen (zum Beispiel der Trödelmarkt in Hückeswagen) unter freiem Himmel durchaus genehmigungsfähig gestaltet werden könnten. Auch für den Feierabendmarkt sehen die UWG-Mitglieder eine solche Option: „Schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Angebote (Wagen der Marktbeschicker) aufgrund der räumlichen Situation mit dem notwendigen Abstand aufgestellt werden können. Ebenfalls bietet der Marktplatz ausreichend Raum, um Tische und Stühle mit dem notwendigen Abstand aufzubauen.“

Auf Basis dieser Beobachtungen gehe man davon aus, dass die Radevormwalder aktuell „sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgehen“ und dies auch auf dem Feierabendmarkt tun würden. Aus diesem Grund bitte die UWG-Fraktion die Verwaltung, die Zulassung und Reaktivierung des freitäglichen Feierabendmarktes – unter Berücksichtigung der Corona-Schutzverordnung – nochmals zu prüfen.

Björn Borg, zuständiger Mitarbeiter der Kämmerei, hält diesen Vorschlag allerdings für kaum umsetzbar. „Angesichts der wieder ansteigenden Fallzahlen ist es derzeit nicht denkbar, einen solchen Markt zu veranstalten“, lautet seine Einschätzung. Es müsste ein Hygienekonzept erstellt werden, aber das kriege man derzeit zum Schutz der Bürger nicht geregelt.