Radevormwald: Uelfebrücke feiert ihr zehnjähriges Bestehen

Heimat- und Verkehrsverein : Großes Brückenjubiläum am Sonntag

Die Holzkonstruktion führt seit 2009 über den Uelfe-Stausee. Die Brücke wurde durch Spenden finanziert, nachdem der Vorgängerbau gesperrt werden musste. Nun feiert der Heimat- und Verkehrsverein das zehnjährige Bestehen.

Wie viele Füße von Spaziergängern haben sie schon betreten, um von einer Seite des Ülfe-Stausees auf die andere Seite zu kommen? Die Brücke am Uelfebad ist zu einem Symbol für das beliebte Ausflugsziel in dem Tal bei Radevormwald geworden – und sie ist ein beliebtes Fotomotiv. Seit 2013 bereichert eine Farbskulptur des Künstlers Raymund Kaiser das Bild – „Uelfe Display“ heißt das Werk, ein bemalter Edelstahlspiegel.

Am kommenden Sonntag, 19. Mai, wird Raymund Kaiser wieder vor Ort am Uefebad sein. Er gehört zu den Gästen des Jubiläumsfestes zum zehnjährigen Bestehen der Brücke. Der Heimat- und Verkehrsverein lädt von 11 bis 17 Uhr alle an die Ülfe ein, die sich einen schönen Tag machen möchten. Ein protziges Jubiläumsfest wird es freilich nicht geben, sagt Michael Scholz, Vorstandsmitglied des HVV. „Die Modellbootbauer werden unter anderem vor Ort sein“, sagt er. Damit die Besucher, vor allem die Kinder, auch selber Spaß beim Bootfahren auf dem See haben können, wird die DLRG den Ruderspaß organisieren. Für Essen und Trinken wird Horst Schmitz, der Inhaber des Restaurants Uelfetal, sorgen. Auch eine musikalische Umrahmung soll es geben, kündigt Michael Scholz an.

Die jetzige Brücke ist freilich nicht die erste, die sich an Ort und Stelle befindet. Die alte Brückenkonstruktion musste aus Sicherheitsgründen im Jahr 2006 gesperrt werden. Der Heimat- und Verkehrsverein setzte sich dafür ein, eine neue Brücke zu bauen. Wie so oft bei solchen Projekten gab es im Rat eine lebhafte Diskussion – die jüngeren Ratsmitglieder unterstützten die Initiative des HVV, aus den Reihen der Älteren kamen Bedenken wegen der Kosten.

Michael Scholz (l.) mit Waldemar Hergert auf der Baustelle der neuen Uelfebrücke im Janaur 2009. Foto: Hertgen, Nico (hn-)

Am Ende wurde die neue Brücke als Gemeinschaftsprojekt gestemmt – mit Spendengeldern aus der Bevölkerung, die auf die romantische Brücke nicht verzichten wollte. So kamen etwa 110.000 Euro zusammen. 2008 begannen die Arbeiten, im Jahr darauf wurde die neue Brücke eingeweiht – unter großer Beteiligung der Rader Bürger. „Die Brücke gehört einfach hier nach Radevormwald, und mir hätte etwas gefehlt, wenn sie einfach nur abgerissen worden wäre“, zitierte die BM damals eine Bürgerin.

Seitdem hat der Zahn der Zeit natürlich an der Brücke genagt. „Der HVV ist mit der Stadt in Gesprächen über eine Erneuerung“, sagt Michael Scholz. Mit dem Betriebshof sei man ebenfalls in gutem Kontakt, um das Ambiente rund um das Bauwerk attraktiv zu halten. Leider, bedauert Scholz, seien die Kosten für eine Sanierung der Brücke im laufenden Haushaltsentwurf nicht aufgenommen worden. Doch die Vereinsmitglieder wollen dran bleiben – damit auch künftige Rader Generationen „über die Uelfe“ gehen können.

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