Ansichtssache: Radevormwald trifft sich auf dem Weihnachtsmarkt

Ansichtssache: Radevormwald trifft sich auf dem Weihnachtsmarkt

Noch eine Woche arbeiten, dann ist Weihnachten. Die Rader haben schon an diesem Wochenende die Gelegenheit, sich auf dem Marktplatz zu treffen und auch am Sonntagnachmittag in der Stadt Geschenke zu kaufen.

Die Adventszeit ist für viele Menschen auch eine Zeit der Hektik, weil Weihnachten vorbereitet sein will. Die Radevormwalder haben seit gestern die Möglichkeit, sich in der Innenstadt zu treffen und vorweihnachtliche Atmosphäre zu schnuppern. In den Großstädten sind diese Märkte oft mit lauter Dudelmusik verbunden. Morgen am Sonntag besteht am Nachmittag zudem noch die Möglichkeit, den einen oder anderen Euro in der Stadt auszugeben. Der verkaufsoffene Sonntag kann weite Wege ersparen. Viele Radevormwalder berichten von der Erfahrung, dass man, wenn auch nicht alles, aber vieles vor der eigenen Haustüre erwerben kann. Man trifft sich auf dem Weihnachtsmarkt.

Die Kommunalpolitiker haben ihre Sitzungen hinter sich gebracht und zahlreiche Weichen für die Zukunft gestellt - wie vorauszusehen war, fast ohne öffentliche Zuschauer. Es wird eine der Aufgaben sein, die Radevormwalder mitzunehmen. Das gilt besonders auch für den Umbau der Innenstadt und natürlich die Aufwertung der Wupperorte.

Erste Zeichen sind in dieser Woche für zwei Großprojekte der Stadt gesetzt worden. Der Stadtrat hat einen Förderantrag genehmigt, um die energetische Zukunft im Westen der Stadt, in Herbeck, von den Stadtwerken untersuchen zu lassen. Vielleicht ergeben sich daraus gute Alternativen für zukünftige Häuslebauer auf den Feldern von Karthausen. Eine gemeinsame Wärmeversorgung könnte dem Einzelnen Geld sparen. Aber auch Nachbarn könnten profitieren. Von einer finanzierbaren und energetisch zukunftssicheren Versorgung könnten auch Nachbarn profitieren, die ihr Haus sanieren wollen oder solche, die sich dafür entschieden haben, ein vor Jahrzehnten gebautes Haus als Zweit- oder Drittnutzer zu erwerben.

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Zeichen gesetzt worden sind auch für das "life-ness". Es hat sich in den vergangenen achteinhalb Jahren gemausert. Zwar sind nicht alle Rader Sport- und Gesundheitssportfans, viele besuchen aber regelmäßig das Haus. Die Indoorspielhalle für kleinere Kinder ist ein Renner. Die große Mehrheit der Stadtverantwortlichen hat die Entscheidung getroffen, das Freizeit-Center zu halten. Die Folge ist, dass gesehen werden muss, dass das Haus immer auf aktuellem Stand bleibt. Eine der Sünden der Vergangenheit war, dass nicht rechtzeitig ins "aqua fun" investiert worden ist.

In der kommenden Woche gibt es bei der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen in einer Sitzung der Zweckverbandsversammlung einen zweiten Versuch, den Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium für die Arbeit im Jahr 2016 zu entlasten. Ein erster Versuch war gescheitert, weil es zu viele offene Fragen zur Arbeit des Verwaltungsrats und den Unterausschüssen gab. Die hatten sich 45 Mal im Jahr 2016 getroffen und sehr hohe Kosten für die Aufwandsentschädigungen von Kommunalpolitikern verursacht. Irritation entstand auch dadurch, dass eine öffentliche Sitzung als solche wahrgenommen wurde. Man darf gespannt, wie am Dienstag abgestimmt wird, und ob es Erklärungen auch von der Seite der Politiker in der Zweckverbandsversammlung gibt. Der öffentlichen Sitzung geht ein nichtöffentlicher Teil voraus. In der sollen die Fragen der Mitglieder zu Details der Arbeit im vergangenen Jahr beantwortet werden. Die öffentliche Sitzung beginnt am Dienstag um 20.30 Uhr.

Endgültig ist auch die Schließung der Filialen. Zuerst war es faktisch die Schlüsselübergabe in Dahlerau an den Vorstand des Bürgervereins, jetzt die Absage durch den Vorstand.

(RP)