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Radevormwald: Trägerverein hat offenes Ohr für Senioren-Sorgen

Beratungsangebot in Radevormwald : Offenes Ohr für Sorgen der Senioren

Regelmäßig Präsenz zeigt der Trägerverein in Radevormwald, wie am Samstag am mobilen Stand am Wuppermarkt. Manche Angebote wie das „Rotkäppchen-Projekt“ warten noch auf mehr Resonanz.

„Wie geht es weiter mit Corona?“ – „Wie hoch steigen die Kosten durch die Inflation?“ – „Welche Auswirkungen hat der Krieg in der Ukraine?“ Es sind eher globale als lokale Fragen, die Senioren in Radevormwald sich derzeit stellen. Für sie, aber auch für andere Bürgerinnen und Bürger, hat der Verein „aktiv55plus“ ein offenes Ohr. Am Samstag waren Koordinatorin Kyra Springer, der ehrenamtliche Vorsitzende Dr. Jörg Weber und Mitarbeiter Klaus Steiner (Reparaturcafé) am mobilen Stand am Wuppermarkt in Vogelmühle präsent. Sie machten auf die Angebote des Trägervereins aufmerksam und freuten sich über alle Fragen und Anregungen der Passanten.

Regina Suchotzki steuerte den Pavillon gezielt an und informierte sich über die Beantragung von Pflegestufen. Sie hält die Arbeit des Vereins für überaus wichtig und wertvoll. „Ich habe selber als rechtliche Betreuerin gearbeitet. Dadurch bekommt man alle Lücken in dem System hautnah mit“, sagte die Radevormwalderin.

„Es geht hier nicht nur um Pflege, sondern vor allem um Aktivitäten“, betont Kyra Springer. Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter seien sensibilisiert, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und die Hemmschwelle der Kontaktaufnahme so gering wie möglich zu gestalten. Daher sei es so wichtig, Präsenz zu zeigen. „Wir sind etwa einmal im Monat auf dem Markt in Radevormwald oder hier in den Wupperorten aktiv“, erklärt Weber. Zu den regelmäßigen Angeboten des Trägervereins zählen beispielsweise Spieletreffs,  Gedächtnistraining, ein Plaudertreff am Vormittag und offene Sprechstunden zu Fragen rund um das Handy, Smartphone oder Computer. Letzteres ist zu einem immer wichtiger werdenden Thema für Senioren geworden. Denn ein Leben ohne Internet und Digitalisierung ist kaum noch möglich. „Eine Zeit lang waren Terminvereinbarungen zum Impfen nur online möglich“, nennt die Koordinatorin ein Beispiel. „Wir reden von Inklusion und einem selbstständigen Leben“, fügt sie hinzu. Daher dürfe niemand ausgeschlossen werden, nur weil er kein Internet nutzt.

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Erst im April startete das „Rotkäppchen Projekt 2022“, das sich derzeit noch auf die Wupperorte beschränkt. Ziel ist es, pflegenden Angehörigen ein offenes Ohr und eine Auszeit bei Kaffee und Kuchen im eigenen Zuhause zu schenken. Ermöglicht wird das Projekt über den Verfügungsfonds des Quartiermanagements für die Wupperorte. Das Projekt läuft zunächst bis zum 31. Dezember, wurde bisher aber kaum in Anspruch genommen. „Wir wissen nicht, woran es liegt, denn die Idee dahinter ist toll“, sagt Kyra Springer. Für einen Besuch sind keinerlei Vorbereitungen nötig, Kaffee, Tee und Kuchen bringen die Ehrenamtler direkt mit.

Wer besucht werden möchte oder Fragen hat, kann sich gerne telefonisch unter ☏ 02195 9277-353 (Trägerverein) oder ☏ 0151 11458294 (Quartiermanager David Truszczynski) melden.

(heka)