Radevormwald: Tipps der Polizei für einen entspannten Ausflug

Motorradsaison : Tipps der Polizei für einen entspannten Ausflug

Das Oberbergische ist ein Eldorado für Motorradbegeisterte aus dem gesamten Umland, die sich an den kurven- und abwechslungsreichen Strecken erfreuen.

Die gute Wetterlage an den Ostertagen hat viele Motorradfahrer ins Bergische gelockt. Die Polizei sieht das grundsätzlich mit gemischten Gefühlen, sind doch erst vor knapp drei Wochen zwei Motorradfahrer aus Wuppertal und Solingen mit ihren Maschinen tödlich verunglückt. „Das Oberbergische ist ein Eldorado für Motorradbegeisterte aus dem gesamten Umland, die sich an den kurven- und abwechslungsreichen Strecken erfreuen. Doch die fahrerisch anspruchsvollen Strecken bergen gerade für Ortsunkundige erhebliche Gefahren“, warnt Pressesprecher Michael Tietze. Immerhin kamen im vergangenen Jahr in den besonders unfallbelasteten Kommunen des Nordkreises (Radevormwald, Hückeswagen, Wipperfürth, Lindlar) 85 Prozent aller verunglückten Motorräder nicht aus dem Oberbergischen. Insgesamt 30 auswärtige Städtekennungen waren 2018 an Unfällen im Oberbergischen beteiligt, die überwiegende Zahl kam aus den Zulassungsbereichen Köln (9), Siegburg (6) Wuppertal (6) und Ennepe-Ruhr-Kreis (4). Jeweils drei Unfallopfer reisten mit ihren Maschinen aus dem Märkischen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis sowie aus den Kreisen Altenkirchen, Mettmann und Remscheid an.

„Diesen Gefahren sollte sich jeder Biker bewusst sein, bevor er auf eine Tour ins Oberbergische startet. Oft ist es ein Mix aus nicht angepasster Geschwindigkeit und dem nicht bekannten Streckenverlauf, der zu schweren Unfällen führt - Fehler, die manch einer mit dem Leben bezahlt“, appelliert Tietze an die Vernunft der Biker.

Sein Tipp: Motorradfahrer sollten vorausschauend und nie am Limit fahren, damit sie auch auf Fehler anderer Verkehrsteilnehmer reagieren können. Mit ruhiger Fahrt bei mäßiger Geschwindigkeit lasse sich die landschaftliche Schönheit viel besser genießen. Daneben würden es auch die Anwohner danken, die an viel befahrenen Strecken oft über die starke Geräuschentwicklung von beschleunigenden Motorrädern klagen.

Die oberbergische Polizei hofft, dass alle Motorradbegeisterten von ihren Ausflugsfahrten heil zurückkehren. Diejenigen, die das Oberbergische womöglich mit einer Rennstrecke verwechseln, haben rund um das Osterfest gegebenenfalls die Möglichkeit gehabt, den einen oder anderen Polizisten persönlich kennenzulernen. Die Polizei war nämlich am gesamten Osterwochenende unterwegs, um schwarze Schafe bei Geschwindigkeitsüberwachungen aus dem Verkehr zu ziehen.

(rue)
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