Schule in Radevormwald THG will weiter Werbetrommel rühren

Radevormwald · Beim Tag der offenen Tür schauten sich zahlreiche Grundschüler, aber auch angehende Oberstufenschüler, interessiert im Theodor-Heuss-Gymnasium um.

Tag der offenen Tür beim THG: Nils Brock (Referendar Mathematik und Physik) schaltet mit Lea (9, l.) und Enid (9) von der GGS Bergerhof einen Stromkreis.

Tag der offenen Tür beim THG: Nils Brock (Referendar Mathematik und Physik) schaltet mit Lea (9, l.) und Enid (9) von der GGS Bergerhof einen Stromkreis.

Foto: Jürgen Moll

In weniger als drei Monaten fällt die Entscheidung: Anfang Februar finden die Anmeldungen an den weiterführenden Schulen statt. Nicht nur für Grundschüler, die nun vor der Wahl der nächsten Schulform stehen, ein wichtiger Schritt. Auch Hunderte Schüler aus Real- und Sekundarschulen beispielsweise, die im kommenden Sommer in die gymnasiale Oberstufe wechseln wollen, müssen sich umschauen. Denn im Übergangsjahr von G8 auf G9 bieten nicht alle Gymnasien eine Eingangsklasse für Neuzugänge an. Nur ausgewählte Bündelungsgymnasien, die einen zusätzlichen Jahrgang einrichten, nehmen Schüler auf.

Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) ist eines von rund 100 Bündelungsgymnasien in ganz Nordrhein-Westfalen und im kommenden Schuljahr daher auch verstärkt nicht nur für Radevormwalder Schüler, sondern auch andere Schüler interessant. Insgesamt 62 angehende Oberstufenschüler nahmen bereits vergangenen Mittwoch an einem Hospitationstag am THG teil, berichtet Schulleiter Matthias Fischbach-Städing. In den folgenden Wochen werde das THG weiter die Werbetrommel rühren. Um einen zusätzlichen Jahrgang bilden zu können, müssen sich mindestens 45 Schüler anmelden. Das Interesse sei groß.

In der vergangenen Woche hatten die Grundschüler Gelegenheit, am THG-Schnupperunterricht teilzunehmen, am Samstag aber schauten sich die Viertklässler gemeinsam mit ihren Eltern die Schule an, nahmen Räumlichkeiten, allen voran aber Lehrer und Atmosphäre unter die Lupe. Die Zwillinge Julian und Lea Haldenwang (9) etwa hatten am Schnupperunterricht teilgenommen und erzählten zu Hause begeistert von ihren Eindrücken, berichtete Mutter Jolanta Haldenwang. Sie kannte die Schule vorher nicht, nur ihr Mann sei früher selbst THG-Schüler gewesen, erzählte sie. Ihr erster Eindruck fiel positiv aus. „Ich lege viel Wert auf die Betreuung und die sozialen Kontakte innerhalb der Schule“, erklärte Haldenwang. Der Schulweg spiele auch eine Rolle. Während Julian im Physikraum ein Spielzeugauto durch einen Looping fahren ließ und damit spielerisch die physikalischen Regeln der zentrifugalen Kräfte kennenlernte, bastelte Zwillingsschwester Lea mit Freundin Enid (9) und Referendar Nils Brock an einem Schaltkreis herum, lernten Reihen- und Parallelschaltungen kennen, die ersten Grundlagen der Elektrizitätslehre. Julian schien sich längst entschieden zu haben. „Mir gefällt es hier sehr gut. Der Unterricht hat mir auch sehr viel Spaß gemacht.“ Die Eltern bestätigten allerdings, in der kommenden Woche auch beim Tag der offenen Tür in der Sekundarschule vorbeizuschauen. „Bis wir nicht die Empfehlung der Grundschule erhalten, stehen für uns alle Optionen offen“, stellte Jolanta Haldenwang klar.

Auch Christin (39) und Patrick (40) schauten sich mit Tochter Vaida (9) in der Schule um. Die Familie wohnt seit sieben Jahren in Radevormwald und hatte bislang keine Berührung mit dem THG. „Wir sind sehr beeindruckt von den vielen Ständen und Angeboten und wie engagiert die Lehrer mit den Kindern umgehen“, erzählte Christin. Sie könnte sich gut vorstellen, ihre Tochter aufs THG zu schicken, zumal sich Vaida gleich auf Anhieb wohlfühlte. Allerdings wollte sich die Familie vor einer Entscheidung ebenfalls noch die Sekundarschule anschauen. Wichtige Kriterien für die Auswahl der Schule, sagten die Eltern von Vaida, seien ihnen die außerschulischen Aktivitäten, die Ausstattung der Klassenräume und der Umgang der Lehrer mit den Kindern. „Der erste Eindruck war schon sehr gut. Hier sind alle sehr sympathisch.“

Nina Heinze, stellvertretende Schulleiterin, freute sich über die große Besucherresonanz, die vergleichbar zu den Jahren vor der Pandemie sei. Neben den klassischen Einblicken in die Räume, Führungen durch die Schule und das Kennenlernen von Lehrern wurden in diesem Jahr erstmals die Foodsharing-Gruppe des THG sowie die Pausen- und Bewegungsangebote vorgestellt.

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