Radevormwald: Tausende Jecken feierten ausgelassen Karneval

Karnevalszug : Tausende Jecken feierten ausgelassen Karneval

Der Radevormwalder Karnevalszug durch die Innenstadt mit der After-Zoch-Partyin der GGS Stadt mobilisierte am Samstag die gesamte Stadt. Die Kostüme waren bunt, die Stimmung ausgelassen. Es wurde getanzt, geschunkelt und gebützt.

Karneval wird in der Bergstadt von Jahr zu Jahr immer intensiver gefeiert und lockt mittlerweile tausende Menschen an. Als der Zug am Samstag um 14.11 Uhr auf dem Festplatz an der Uelfestraße startete, war die gesamte Innenstadt bereits voll von feierwütigen Jecken. Der Marktplatz verwandelte sich in eine Partymeile. Es wurde getanzt, geschunkelt und gebützt. Mareike Betz-Dmuß stand auf dem Sprecherwagen, winkte in die Menge und sorgte über das Mikrofon für närrische Stimmung. Die Schatzmeisterin der 1. Großen Rader Karnevalsgesellschaft Rot-Weiss (RKG), die für den Zug verantwortlich ist, freute sich über die große Resonanz „Wenn man sieht, wie voll die Stadt ist und was hier los ist, muss man einfach sagen, wow. Karneval lebt, und der Rader Zug ist der Höhepunkt jeder Session“, sagt sie.

Gegen 15 Uhr erreichte der Zug, an dem 16 Fuß- und Wagengruppen teilnahmen, den Marktplatz. Mit der Polizei und den Zugleitern Björn Dmuß und Manfred Hirschfeld vorweg, war der Kindergarten Pusteblumen unter dem Motto „Wir alle sind Helden“ die erste Gruppe, die den Mark erreichte. Eltern, Kinder und Erzieher lassen sich jedes Jahr ein kreatives Motto einfallen und halten die Karnevalstradition hoch. Das gleiche gilt für die „Energiebienen“ der Stadtwerke, die mit einem riesigen Wagen durch die Innenstadt zogen. Ein wichtiges Jubiläum feierten die „Bergerhofer Jecken“ für die sich Petra und Bernd Müller federführend einsetzen. Die Nachbarschaftsgruppe nahm zum 25. Mal teil.

Die Fußgruppe von Petra Heck ist seit einigen Jahren unter dem Namen „Die Wilde 13“ bekannt. Den Erwartungen ist die Gruppe wieder gerecht geworden, denn die Kostüme zu dem Motto „Wir gehen baden!“ waren ein echter Hingucker. „Wir lassen uns jedes Jahr etwas einfallen und treffen uns mehrfach, um die Kostüme zusammen anzufertigen“, sagte Petra Heck.

Auf dem Wagen der Karnevalsgesellschaft Rua Kapaaf, der unter der Schirmherrschaft von Stefan Zirngibl stand, fuhr nicht nur Präsident Thomas Lorenz mit, sondern auch Bürgermeister Johannes Mans mit seiner Frau. Sie warfen Konfetti und Kamelle in die Menge und waren mit Spaß dabei. Einen eigenen Wagen hatte auch die RKG-Gesellschaft sowie das Dreigestirn. Prinz Martina Bisterfeld, Bauer Patricia Ebbinghaus und Jungfrau Simone Enneper hatten dem Zug durch ihre Heimatstadt entgegengefiebert. „Das ist für uns ein ganz besonderer Moment, denn unsere Herzen schlagen für Rade“, sagt Patricia Ebbinghaus.

An dem Umzug nahmen außerdem die Frauen des Rader Turnvereins und des FIT Gyms teil sowie die Landsknechte Halver, die Kinderfeuerwehr Önkfeld, die Häusliche Krankenpflege Banaszek sowie der Reitverein Radevormwald.

Weil das Wetter gut war, wurde nach dem Zug noch lange unter freiem Himmel weiter gefeiert. 600 Jecken setzten den Tag bei der After-Zoch-Party in der Grundschule Stadt fort. Organisator Sven Schreiber von Hammerevents konnte sich vor Anfragen kaum retten. „Alle Karten waren im Vorverkauf innerhalb von wenigen Minuten ausverkauft“, sagte er. In der Aula und im Innenhof wurde bis in den frühen Sonntagmorgen ausgelassen gefeiert. Ordnungsamt und Polizei überbewachten die Partys.

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