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Radevormwald: Sven Wolf (SPD) will die biologische Vielfalt erhalten

Natur in Radevormwald : Sven Wolf (SPD) will die biologische Vielfalt erhalten

45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten sind nach Ansicht von Sven Wolf (SPD) gefährdet, vom Aussterben bedroht oder ausgestorben. Nach der „Roten Liste NRW“ seien Schmetterlinge (55 Prozent), Moose (60 Prozent), Kriechtiere (71 Prozent), Vögel (52 Prozent) und Wildbienen/Wespen (52 Prozent) überdurchschnittlich gefährdet.

Um Naturräume wirbt jetzt der auch für Radevormwald zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Wir haben zum Glück noch eine große biologische Vielfalt in Remscheid, Radevormwald und im gesamten Bundesland. In NRW sind mehr als 43.000 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten zu finden“, schreibt Wolf. Gerade in der Corona-Krise hätten viele Menschen Spaziergänge wieder und neu für sich entdeckt und sich für die heimische Natur begeistern können. Naturerlebnisse könnten mehr Lebensqualität vermitteln, beim Nachdenken unterstützen und durch manche Krise helfen.

„Ich selbst nutze oft die Gegend rund um den Vieringhauser Bach oder die Eschbach-Talsperre, um abzuschalten und mir manches durch den Kopf gehen zu lassen“, sagt Wolf. Spaziergänge könnten ein schönes Ritual sein. Leider gerieten Flora und Fauna immer stärker unter Druck und Arten würden immer mehr verschwinden. 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten seien gefährdet, vom Aussterben bedroht oder ausgestorben. Nach der „Roten Liste NRW“ seien Schmetterlinge (55 Prozent), Moose (60 Prozent), Kriechtiere (71 Prozent), Vögel (52 Prozent) und Wildbienen/Wespen (52 Prozent) überdurchschnittlich gefährdet.

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„Wir brauchen Aktionsprogramme und Schutzzonen. Hecken und Feldgehölze sind meist in der Folge und als Ergänzung der Landwirtschaft entstanden. Sie erfüllen zahlreiche ökologische Funktionen und zählen zu den besonders erhaltenswerten Landschaftselementen. Leider verschwinden auch diese oft bei Baumaßnahmen und damit wertvoller Lebens-, Nahrungs- und Schutzraum“, bedauert Wolf.

Man wolle daher eine besondere Förderung von Hecken, Feldrainen und Feldgehölzen. Mit einem Antrag fordere man die Landesregierung auf, einen Plan- und Maßnahmenkatalog zur Entwicklung und Vernetzung der Feldgehölze zu erstellen. Die Mittel für die Entwicklung und Vernetzung sollten erhöht werden. „Wir schlagen vor, ein Förderprogramm zu erstellen“, teilt Wolf mit.

(rue)