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Radevormwald: Stellen im Jugendtreff Life sollen erhalten bleiben

Jugendförderung in Radevormwald : Politiker wollen Stellen im „Life“ erhalten

Das Team des Jugendtreffs der Wupperorte überzeugte die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses mit einer engagierten Präsentation. Die Politik will alle Stellen des Jugendtreffs erhalten, damit die gute Arbeit vor Ort weitergeht.

Die Fördermittel, die zahlreiche Projekte und 2,5 Stellen im Jugendtreff „Life“ auf der Brede finanzieren, sind bisher nur bis zum 31. Dezember gesichert. Die Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), die im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Wupper ausgeschüttet wurden, konnten bisher noch nicht verlängert werden. „Bislang war es nicht möglich eine Projektverlängerung oder ein Folgeprojekt zu beantragen, da der Genehmigungsbehörde, der Bezirksregierung Köln, die Förderschwerpunkte des Europäischen Sozialfonds für 2021 nach wie vor nicht vorliegen“, sagt Peter Horn, Leiter des Jugendamtes in Radevormwald.

Damit die gut entwickelte Arbeit im Jugendtreff fortgeführt werden kann, hoffen die Mitarbeiter des „Life“ darauf, dass die Stadt, sofern die Fördermittel nicht rechtzeitig beantragt und bereitgestellt werden können, die Stellen weiter finanziert. Um diesen Schritt vorzubereiten, waren Jochen Pries, Leiter des Jugendtreffs, und seine Kollegen Lisa Fricke und Kevin Cords in der vergangenen Woche zu Gast im Jugendhilfeausschuss. In einem dynamischen Vortrag gewährten sie den Ausschussmitgliedern einen Einblick in ihre Arbeit, die laufenden Projekte und die der Zukunft, die nur mit dem bestehenden Team realisierbar wären.

  • Jochen Pries mit v.l. Leon, Joshua,
    Jugentreff auf der Brede : Das „Life“ hofft auf weitere Förderung
  • Die Harry-Potter-Gruppe bei der Arbeit. Tami,
    Ferienaktion auf der Brede : „Uuuuund Action...“ – Filmdreh an der Wupper
  • Dietmar Stark ist der Vorsitzender der
    Politik in Radevormwald : SPD fordert: Gute Arbeit im  „Life“ muss weitergehen

Die bedarfsorientierten Angebote, die der Jugendtreff ins Leben gerufen hat, laufen unter den Überschriften „Gesundes Aufwachsen“ und „Push to Life“. Sie fokussieren sich auf die physische und psychische Gesundheit und auf junge Erwachsene, die sich im Übergang zwischen Schule und Berufsleben befinden.

„Als ich im Jugendtreff ,Life’ angefangen habe, gab es deutlich weniger Angebote und Besucher. Die Entwicklung in den vergangenen Jahren war groß und hat vielen Jugendlichen und Familien geholfen. Um diese Arbeit fortzuführen, brauchen wir engagierte Mitarbeiter, die sich in Radevormwald auskennen. Kevin Cords, Isabelle Skora und Lisa Fricke sind solche Mitarbeiter“, sagt Jochen Pries. Zu dem Vortrag im Jugendhilfeausschuss gehörte auch ein Video, in dem sich unter anderem Besucher des „Life“ zu Wort meldeten und von ihren Erfahrungen berichteten. Für viele von ihnen ist der Jugendtreff auf der Brede wie ein zweites Zuhause und eine sichere Anlaufstelle bei Problemen in der Schule oder innerhalb der Familie.

Auch Dorothea Perkovic, Vorstandsmitglied des Rader Unternehmernetzwerkes (RUN) und Geschäftsleitung der Emil Holzmann GmbH berichtete in dem Video über ihre Zusammenarbeit mit dem „Life“. Kevin Cords hat die Netzwerkarbeit zwischen Jugendlichen und Unternehmern in der Stadt auf der Höhe vorangetrieben. „Kevin Cords ist ein bekanntes Gesicht in Radevormwald und hat in kurzer Zeit viel erreicht. Diese Entwicklung sollte dringend weitergeführt werden“, sagt die Unternehmerin, die in dem Projekt „Push to Life“ eine große Chance gegen den Fachkräftemangel sieht.

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses zeigten sich von dem Vortrag und dem Engagement der „Life“-Mitarbeiter begeistert. Werner Grimm (CDU) bedankte sich für den Vortrag. „Das war sehr aufschlussreich und die Stellen müssen dringend erhalten bleiben“, sagt er. Auch Petra Ebbinghaus (AL) lobt die Arbeit des Jugendtreffs. „Wir haben lange auf so eine positive Entwicklung an dem Standort gewartet und jetzt ist es soweit“, sagt sie.

Auf einen Antrag der SPD stimmte der Jugendhilfeausschuss dafür dem Stadtrat zu empfehlen die Verwaltung für eine Fortschreibung der Personalstellen des „Life“ zu beauftragen. Das Team des „Life“ habe sich als unentbehrlich für die Weiterentwicklung der Wupperorte präsentiert.