Politik in Radevormwald Es soll sich was tun rund um Wülfing

Wupperorte · Der SPD-Antrag, die ehemalige Textilfabrik endlich zu sanieren und weiter zu entwickeln, fand im Rat eine Mehrheit. Allerdings gab es auch kritische Töne

 Blick auf den Vorplatz des Wülfingmuseums, das in der ehemaligen Textilfabrik in Dahlerau eingerichtet wurde.

Blick auf den Vorplatz des Wülfingmuseums, das in der ehemaligen Textilfabrik in Dahlerau eingerichtet wurde.

Foto: Stefan Gilsbach

Teils kontrovers ist in der Haushaltssitzung des Rates über die weitere Entwicklung der ehemaligen Textilfabrik Wülfing in Dahlerau beraten worden. Sowohl die SPD- als auch die CDU-Fraktion hatten dazu haushaltsbegleitende Anträge gestellt. Die Sozialdemokraten beantragen, dass in den folgenden Jahren eine Summe von insgesamt 1,2 Millionen Euro in die Haushalte dafür eingestellt wird, im Haushalt 2024 sollen dies erst einmal 500.000 Euro sein. „Seit mehr als zehn Jahren sind wie an diesem Thema dran“, begründete der Fraktionsvorsitzende Dietmar Stark den Antrag. „Dass soll sich in diesem Jahr ändern, es ist ja mehr als traurig, was wir in diesem Bereich erleben.“

Doch der Vorstoß fand nicht bei allen Zustimmung. Bernd-Eric Hoffmann, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), fand es fragwürdig, kurzfristig noch eine so große Summe in den Haushalt einzustellen. „Das sehe ich ähnlich“, meinte FDP-Fraktionschefin Annette Pizzato. Ohne weitere Informationen solle man davon erst einmal Abstand nehmen. Thomas Lorenz, Fraktionsvorsitzender der Radevormwalder Unabhängigen Alternative (RUA) kritisierte ebenfalls deutlich, dass in der Sitzung „mal eben“ noch über Millionensummen entschieden werde. In die gleiche Kerbe schlug Ratsherr Bernd Bornewasser für Bündnis 90/Grüne: „Solche Anträge kommen zu kurzfristig, da besteht noch Beratungsbedarf.“ Für die Alternative Liste gab deren Fraktionsvorsitzender Rolf Ebbinghaus zu bedenken, dass es Unsicherheiten bei der Dachkonstruktion des Gebäudes gebe. Angesichts der Haushaltslage trage die AL das nicht mit.

Offener für die Argumente der SPD zeigte sich die Fraktion der Christdemokraten. In ihrem eigenen Antrag forderte sie, bei weiteren Planungen zur Investitionsmaßnahme „Wülfing Ausbau und Sanierung“ auch die Einrichtung von Co-Working-Areas zu berücksichtigen. Das würde bedeuten, kleine Büroflächen für Unternehmen, etwa junge Gründer, anzubieten.

Am Ende fand der Antrag der SPD mit 26 Ja-Stimmen und 17 Nein-Stimmen eine Mehrheit im Rat.

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