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Radevormwald: So startet die Sekundarschule in das neue Schuljahr

Schulen in Radevormwald : Neues Schuljahr, neue Regeln, neue Lehrer

Nicht nur die Corona-Pandemie hat den Start in das neue Schuljahr bei der Sekundarschule geprägt. Es gibt auch neue Gesichter im Kollegium. Und die Schule wird diesmal ihren ersten Abschlussjahrgang ausbilden.

Der Schulstart in der vergangenen Woche stand im Zeichen der Corona-Pandemie – aber nicht alle Neuigkeiten zum Schuljahr 2020/21 haben unmittelbar mit dem Virus zu tun. So begrüßt die Sekundarschule fünf neue Pädagoginnen und einen Pädagogen. Damit umfasst das Kollegium der Schule nun 46 Personen.

Die Zahl der Schüler beträgt 460. Diese verteilen sich auf zwei Gebäude: die Jahrgangsstufen 5 und 6 sind in der ehemaligen Hauptschule untergebracht, die Stufen 7 bis 9 in der Realschule. Die Realschule läuft mit diesem Schuljahr aus. „Vier unserer Lehrkräfte werden an die Realschule sozusagen ausgeliehen“, erläutert Sandra Pahl. Zwei davon seien ehemalige Mitglieder des Realschul-Kollegiums und daher mit den Schülern vertraut. Pahl selber wird Deutschunterricht an der Realschule geben, eine Lehrkraft der Realschule wiederum unterrichtet auch in Sekundarschule.

Nachdem die Hauptschule vor einem Jahr bereits in der neuen Sekundarschule aufgegangen ist, wird dieser Prozess mit dem Ende der Realschule bald abgeschlossen sein. „Das bedeutet zugleich, dass wir als Sekundarschule in diesem Schuljahr die erste Abschlussklasse haben werden“, erklärt Sandra Pahl.

Und dennoch: Die erste Woche nach den Ferien war natürlich durch das Thema Coronavirus geprägt. Um einen reibungslosen Start vorzubereiten, mussten die Lehrer unter anderem nachfragen, ob Schüler während der Ferien in Risikogebieten Urlaub gemacht hatten. In einem Fall wurde aus diesem Grund auch ein Schüler vorerst vom Unterricht ausgeschlossen. Die Krankheit sorgt auch dafür, dass schon eine laufende Nase bei Kindern und Jugendlichen Verdacht erregen kann. Während sonst Schüler wegen eines Schnupfens nicht unbedingt der Schule fern bleiben müssen, wird jetzt auf Nummer sicher gegangen. Niemand in Radevormwald möchte erleben, dass es gleich zum Beginn des Schuljahres einen Coronafall gibt, wie es in dieser Woche in der Albert-Einstein-Schule in Remscheid passiert ist.

Eine weitere Maßnahme, um die Gefahr für Schüler und Lehrer zu minimieren, ist die Möglichkeit für das Kollegium, sich auf den Virus SARS CoV-2 testen zu lassen. „Am 26. August können die Lehrer auf freiwilliger Basis diesen Test durch eine Arztpraxis durchführen lassen“, kündigt Sandra Pahl an.

„Wenn die Schulleitungen entscheiden, ein solches Angebot in Zusammenarbeit mit einer Praxis zu organisieren, ist das auch für jene Lehrkräfte bequem, die nicht in Radevormwald leben. Sonst müsste jeder einen eigenen Termin mit dem Hausarzt vereinbaren“, erläutert Jürgen Funke, Leiter des Schulamtes. Die Verwaltung habe im Vorfeld mit den örtlichen Ärzten darüber gesprochen. Übrigens könnten auch für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten solche Test-Angebote problemlos organisiert werden. Natürlich sei alles freiwillig, und es sei auch in Ordnung, sich eigenhändig beim eigenen Hausarzt testen zu lassen.

Der Amtsleiter zeigt sich zufrieden mit dem Start in der das neue Schuljahr. „Wie ich aus den Einrichtungen gehört habe, ist alles gut gelaufen. Die Grundschulen hatten den Vorteil, dass sie bereits zwei Wochen vor den Ferien wieder begonnen hatten. Sie konnten somit weitgehend nahtlos mit dem Hygienekonzept fortfahren.“